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Südstadt

Zehn Jahre „Frohes Fest“: Zusammenfassung mit Schönen Haaren!

Montag, 30. Dezember 2019 | Text: Judith Levold | Bild: Judith Levold

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Malte Fuhrer und Jan Philipp Scherz kommen aus Kiel, was ja nicht schlimm ist. Sie leben schon um die 20 Jahre in der Kölner Südstadt. Und sie sind die, die hinter „Frohes Fest“ stecken. Also quasi Youtuber für die Weihnachtszeit, ansonsten gehen sie ordentlichen Berufen nach. Am Tag nach Weihnachten habe ich mit den beiden Kaffee getrunken, im Kurfürstenhof. Ob sie ein Frohes Fest hatten? „Im Großen&Ganzen schon, bis auf das übliche Kränkeln um die Zeit.“ sagt Malte, der wie Jan Philipp in den hohen Norden und ihre Heimatstadt Kiel zur Familie gefahren ist.

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Vor genau zehn Jahren hatten die zwei die Idee, Jan Philipps zuletzt noch auf Kassetten gemixten Jahresendzeit-Compilations eine Art adventliche Video-Botschaft für friends&family beizufügen („Meine Mutter akzeptiert nur Selbstgemachtes als Geschenk“, so Malte). Geboren war die Jahres-Revue „Frohes Fest 2009“, so ganz auf doof am Küchentisch (wir berichteten).

Mehr Zeit nächsten Dezember

Man in the Mirror – gekonnt gecovert eben. Michael Jackson war 2009 verstorben und ergab damit den Anlass. Auch zehn Jahre später, im vorerst letzten „Frohes Fest“ , ist es wieder Michael Jackson, der sie zu ihrem speziellen Musikvideo inspirierte. Zu Earth Song singen die beiden mehr oder weniger talentiert in die Kamera und ihre Fan-Community, die während der vergangenen zehn Jahre stetig wuchs. Eine Art Jahres-Rückblick soll „Frohes Fest“ sein, mit wenig Wertung, einfach zum Spaß. „Wir wollten unseren Freunden im Grunde damals so ein hidden track als Geschenk mitgeben auf dem Musiktape – dass das dann so viele so lustig finden, damit haben wir nicht gerechnet“ so Jan Philipp. Immer wieder würden sie gefragt „Und nächstes Jahr? Da macht Ihr doch wieder eins, oder?“ – und damit sei eben jetzt Schluss. „Wir hatten das immer mal gedacht, so zehn Jahre machen wir das, und dann ist gut. Die zehn Jahre sind jetzt ´rum und ich freu mich drauf, nächsten Dezember mal mehr Zeit für Anderes und andere zu haben.“ erklärt Malte.

Malte (li.) und Jan Philipp im Kurfürstenhof. „Es soll ja Spaß machen“

Man will das ja nicht so lieblos hinrotzen“

sagt Jan Philipp zu ihrem Entschluss, jetzt mal vorläufig Schluss zu machen. Es sei nie Last gewesen, sondern habe sich zu einem wichtigen Hobby entwickelt – das aber eben auch richtig viel Zeit in Anspruch genommen habe. Sich hinsetzten und alles texten, überlegen, was das Jahr so zu bieten hatte, dann Studioaufnahme und Videodreh – das sei aufwändig und da fehlte dann eben in der Adventszeit auch Zeit für anderes. „Obwohl – es bringt uns eben auch an den Küchentisch“ gibt Malte zu bedenken. Die beiden leben als WG zusammen, sehen sich aber kaum, weil sie so antizyklisch arbeiten: Malte als Schauspieler und Abendspielleiter am SCALA Theater und Jan Philipp in einer TV-Produktionsfirma. „Außer an unserem „heiligen Montag“, da treffen wir uns, kochen und schauen schlechtes Fernsehen“ erzählt Jan Philipp. Und macht ein wenig Hoffnung auf ein Revival von „Frohes Fest“ oder etwas anderem aus der Ideenküche der beiden. „Denn wenn der Küchentisch wieder sprechen will, dann spricht er!“ so Malte. Und ergänzt: „Ich hätte ja mal Bock auf was aus dem Sommer, aus der Heimat. So ein Hohelied auf Schleswig Holstein. Das tut mir jetzt auch leid für alle, die das hier lesen müssen, aber Schleswig Holstein ist echt das schönste Bundesland der Welt!“. „Oder was zu Ostern?“ denk Jan Philipp laut nach.

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Rich girl

Den Abschluss ihres Jahresendzeitprojekts, also „Frohes Fest 2019“, haben die beiden jedenfalls genossen – Malte („Ich greife immer zu, wenn Kolleginnen ihre Perücken aussortieren“) mit Kopfschmuck, Typ „Rich Girl“ und Jan Philipp im fancy Weihnachtspulli, singen Trump, Brexit, Greta und natürlich die vielen 2019 verstorbenen Promis an – Hannelore Elsners Tod hätten sie dabei aber echt vergessen, leider, genau wie Madonnas schlechten Auftritt beim ESC, „Das hätte ich gern thematisiert“ so Jan Philipp. Was denn die Kriterien für die einzelnen Punkte und Textpassagen im Video seien? „Gute Frage“ so Jan. „Das ist ja sehr subjektiv, also zu sagen, 2019 war Scheiße, ist ja zu kurz gesprungen, kommt ja immer drauf an, was einem so zugestoßen ist. Also ist es immer eine Zusammenfassung…“, „Mit schönen Haaren“ wie Malte einwendet, „Also ein bisschen Politik, wer ist gestorben und auch manchmal Sachen, die in den Medien gehyped wurden, obwohl sie einfach keinen interessieren, zum Beispiel dass Frau Klum jetzt Kaulitz heißt.“ All´ das als Earth-Song-Cover ist „Frohes Fest 2019“ – das letzte, leider. Andererseits aber auch schlau, denn man soll ja bekanntlich aufhören, wenn’s am schönsten ist, oder? Frohes Fest also, zum Jahreswechsel!

Text: Judith Levold

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