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Kultur

Das Kinoprogramm im Odeon vom 07.11. bis 13.11.2013

Donnerstag, 7. November 2013 | Text: Dirk Gebhardt | Bild: Warner

Geschätzte Lesezeit: 7 Minuten

Cate Blanchett ist doch käuflich. Die 1969 in Australien geborene Schauspielerin wurde nicht nur mit einem Oskar für ihre Rolle der Katharine Hepburn in Martin Scorseses Film Aviator ausgezeichnet. In ihrem neuen Film Blue Jasmin versucht sie berechnend nach einem tiefen Fall sich einen Mann mit Status und Prestige zuschnappen. Jasmine eine Frau der High Society ist dem Hochkapitalismus und seinem Protz verfallen. In der Amerikanischen Unterschicht angekommen versucht sie zwanghaft ihren Aufstieg in die Inhaltsleere voranzutreiben. Woody Allen zeichnet ein Gesellschaftsbild, das er nicht für die gewohnten Allen-Witze aufgibt. Er überlässt Cate Blanchett die Bühne, welche sie mit ihrer Schauspielerischen Präsenz füllt und es entsteht das Bild einer verzweifelten, gescheiterten Frau die ihr Scheitern mit Lügen, Medikamenten und reichen Liebhabern verdrängt.

 

Blue Jasmine   OmU
1. Woche – Ab 6 Jahren
    •    täglich um 20:45 Uhr
    •    täglich um 16:30 Uhr
Der neue Film von Woody Allen, mit einer oscarreifen leistung con Cate Blanchet.
Nachdem ihr Ehemann Hal (Alec Baldwin) wegen Betrugs festgenommen und das gemeinsame Vermögen beschlagnahmt wurde, sieht sich Jasmine (Cate Blanchet) gezwungen, ihr komfortables Leben in Manhattans Upper-Class aufzugeben und nach San Fransisco in die kleine Mietwohnung ihrer Schwester Ginger (Sally Hawkins) zu ziehen. Dort angekommen, kann sie die Fassade der unnahbaren Pragmatikerin dank eines umfangreichen Cocktails verschiedener Antidepressiva gerade noch aufrecht erhalten, doch ihre Schwester ahnt, dass sie am Ende ihrer Kräfte sein muss. Um ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, nimmt Jasmine widerwillig eine Stelle als Empfangsdame in einer Zahnarztpraxis an und muss dort die unbeholfenen Annäherungsversuche ihres Chefs Dr. Flicker (Michael Stuhlbarg) über sich ergehen lassen. Als sie den erfolgreichen Diplomaten Dwight (Peter Sarsgaard) kennenlernt, blitzt ein Funken Hoffnung vor Jasmines Augen auf, denn schnell erkennt sie: Der bald für ein politisches Amt kandidierende Dwight braucht eine vorzeigbare Frau.
Im englischen OmU.

 

Kölsche Matinee: Bläck Fööss und Ich möch zo foos noh Kölle jonn
1. Woche
    •    Sonntag um 11:30 Uhr   Einmalig!
Kölsche Matinee, Sonntag, 10. November 2013 um 11:30 Uhr
Bläck Fööss: Erstes TV-Livekonzert im WDR 1974
und
„Ich möch zo foos noh Kölle jonn“ – Filmische Erinnerung an Willi Ostermann

Lunchbox
0. Woche
    •    Mittwoch um 14:30 Uhr     Preview    für nur 4,- €  Einer der schönsten Filme im November!
Es ist ein wahnwitziges Meisterwerk der Logistik: Täglich liefern über 4.500 Kuriere per Rad und Bahn rund 200.000 Lunchpakete in Mumbai aus. Die Zuverlässigkeit liegt, trotz chronischem Verkehrschaos, bei superlativen 99,99 Prozent! Statistisch geht nur einer von 6 Millionen Essensbehältern verloren. Genau dieser winzige Fehler im System wird in der deutsch-indischen Koproduktion zum Auslöser einer charmant märchenhaften Lovestory. Das köstliche Menü, das ein Witwer versehentlich geliefert bekommt, lässt ihn Gefühle für die ahnungslose Köchin entwickeln. Seine Komplimente, auf Zettelchen ins Rückgabe-Geschirr gelegt, spornen die vernachlässigte Ehefrau an: Liebe geht eben durch den Magen. In Cannes avancierte die kulinarische Feelgood-Komödie zum Festivalliebling – sie dürfte auch im Kinoalltag die Geschmacksnerven des Publikums treffen.

 

 
Ich fühl mich Disco
2. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Donnerstag bis Dienstag um 18:45 Uhr  Tipp des Monats!
    •    Mittwoch um 20:30 Uhr
„Sehr gute Filme“. So nennt der Berliner Regisseur Axel Ranisch seine Produktionsfirma. Im englischen Sprachraum nennt man diese Art der Ironie tongue-in-cheek. In Deutschlands manchmal etwas verbiestert wirkender Filmlandschaft ist Ranisch damit ein Exot. So wie mit seiner Produktionsmethode: Wichtiger als Fördergelder, Budget und Prestige sind ihm Stimmigkeit von Sujet und Figuren und seine inszenatorische Freiheit. Ranisch dreht ohne Drehbuch und improvisiert intensiv. Nach seinem Publikumsliebling „Dicke Mädchen“ folgt jetzt mit „Ich fühl‘ mich Disco“ wieder aufregend anderes queeres Kino aus Deutschland.
 

 
Unter dem Regenbogen
3. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Sonntag um 14:15 Uhr
    •    Mittwoch um 18:30 Uhr
Seit ihrem gemein­sa­men Durch­bruch als Dreh­buch­au­to­ren und Schau­spie­ler in Alain Res­nais „Das Leben ist ein Chan­son“, gel­ten Agnès Jaoui und Jean-Pierre Bacri als das Dream­team des fran­zö­si­schen Art­haus­ki­nos. Mit Fil­men wie Lust auf ande­res und Schau mich an haben sie bei der unter­halt­sa­men Beob­ach­tung bür­ger­li­chen Lebens in Frank­reich Maß­stäbe gesetzt. Unter dem Regen­bo­gen ist ein unver­gleich­lich unter­halt­sa­mes Stück Kino-Boulevardtheater wie es nur aus Frank­reich kom­men kann. Der Film folgt amü­sant und nach­denk­lich den ver­schlun­ge­nen Lebens­we­gen von drei Paa­ren. Wie­der ein­mal wird der Zuschauer durch den Pari­ser Spie­gel ent­rückt, und fühlt sich doch aufs treff­lichste erkannt.
 

 
Das Mädchen Wadjda
10. Woche
    •    Sonntag um 13:15 Uhr
Wadjda (Waad Mohammed) ist ein zehnjähriges Mädchen und lebt in Saudi-Arabien. Sie kommt jeden Morgen auf dem Weg zur Schule an einem Spielzeuggeschäft vorbei, wo sie sehnsüchtige Blicke auf ein grünes Fahrrad wirft. Doch abgesehen davon, dass sie kein Geld hat, ist es Mädchen in ihrem Land untersagt, mit dem Rad durch die Gegend zu fahren. Trotzdem will Wadjda sich diesen Traum um jeden Preis erfüllen. Als ihr Plan, mit dem verbotenen Verkauf von selbstgemachten Mixtapes auf ihrem Schulhof zu Geld zu kommen auffliegt, bleibt ihr nur noch ein kleiner Hoffnungsschimmer: Sie muss den Koran-Rezitationswettbewerb gewinnen, der mit einem hohen Preisgeld dotiert ist. Die kleine Wajda kann sich tatsächlich erfolgreich gegen ihre Konkurentinnen durchsetzen, bringt es allerdings bei der Preisverleihung nicht übers Herz zu lügen und gesteht ihren Plan, das Preisgeld für das grüne Fahrrad auszugeben. Daraufhin wird ihr das Geld vorenthalten…
 Dass er überhaupt existiert, grenzt an ein Wunder: „Das Mädchen Wadjda“ ist nicht nur der erste offizielle in Saudi-Arabien gedrehte Film, Regie führte mit Haifaa Al Mansour auch noch eine Frau. Die Produktion wurde von der deutschen Razor Film ermöglicht, die schon andere Filme aus dem Nahen Osten koproduzierte, unter anderem „Paradise Now“ und „Waltz with Bashir“. Mit großer Abgeklärtheit und aufregend eigenständig erzählt Al Mansour die Geschichte einer mutigen Zehnjährigen in Riad.
 

 
Das Pferd auf dem Balkon
6. Woche
    •    Samstag um 14:30 Uhr
Ein Pferd auf einem Balkon? Schmarrn, denkt man sich. Und doch: vieles in diesem sehenswerten Kinderfilm von Hüseyin Tabak erscheint im ersten Moment herbeifantasiert. Ist es aber nicht: gerade weil die auf dem 1971 erschienenen Jugendbuch von Milo Dor basierende Verfilmung (das Drehbuch schrieb sein Sohn, der Wiener Filmproduzent Milan Dor) die Besonderheiten von Figuren und Geschichte ernst nimmt, ist ein amüsanter, spannender und kurzweiliger Film für die ganze Familie herausgekommen. Mit einigen kleinen Verrücktheiten zwar, aber eben auch Dingen, über die nachzudenken sich lohnt.
 
Die andere Heimat -?? Chronik einer Sehnsucht
6. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Donnerstag bis Dienstag um 15:15 Uhr
    •    Mittwoch um 16:15 Uhr
Als in der Mitte des 19. Jahrhunderts Hungersnöte, Armut und Willkürherrschaft die Menschen niederdrückten, sind Hunderttausende aus Europa ins ferne Südamerika ausgewandert. „Etwas besseres als den Tod findet man überall”, das war ihre bittere Erkenntnis und ihre Hoffnung. Vor dem Hintergrund dieses unvergessenen Dramas, entfaltet Edgar Reitz in seinem neuen Kinofilm DIE ANDERE HEIMAT die Chronik einer Sehnsucht: Wieder ist das fiktive Dorf „Schabbach” Schauplatz und Universum zugleich. Hier erleben wir die Geschichte zweier Brüder, die in ihrem Dorf erkennen, dass nur ihre Träume sie retten können.
 

 
Finsterworld
4. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Donnerstag bis Dienstag um 19:30 Uhr
INSTERWORLD spielt in einem scheinbar aus der Zeit gefallenen Deutschland. Ein Land, in dem immer die Sonne scheint, Kinder Schuluniformen und Polizisten Bärenkostüme tragen, und Fußpfleger alten Damen Kekse schenken. Jedoch lauert hinter der Schönheit dieser Parallelwelt der Abgrund, und dorthin geht die Reise.

Regisseurin Frauke Finsterwalder zeigt in FINSTERWORLD ein Universum von schlafwandlerischer Schönheit, gleichsam verzaubernd und entzaubernd, mit einer nachhaltigen poetischen Wucht. Liebevoll, absurd und zerstörerisch zeichnet sie ihre Helden in diesem idyllesabotierenden Heimatfilm. Das ist ganz sicher kein Realismus. Und wenn es nicht so grausam wäre, dann wäre es furchtbar komisch.
Das Drehbuch entstand gemeinsam mit Bestsellerautor Christian Kracht (FASERLAND, IMPERIUM). Mit Corinna Harfouch, Ronald Zehrfeld, Sandra Hüller, Carla Juri, Michael Maertens, uva.

 

 

Liberace – Zuviel des Guten ist wundervoll
5. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Donnerstag bis Samstag, Montag bis Dienstag um 21:15 Uhr
    •    Sonntag um 21:15 Uhr OmU
Und wieder ein „letzter Film“ von Steven Soderbergh, der einmal mehr seinen Rückzug von der profitsüchtigen Traumfabrik ankündigt. Zum Abschied zeichnet er die Biografie des schillernden Entertainers Liberace, der im Sommer 1977 eine Affäre mit einem hübschen Jüngling beginnt. Seine Homosexualität konnte der einst höchst bezahlte Star der Unterhaltungsbranche jahrzehntelang vertuschen. Wie es hinter den Kulissen dieser gut gehüteten Glitzerfassade aussah, zeigen Michael Douglas und Matt Damon als spielfreudig schwules Liebespaar. Trotz der Oscargewinner vor und hinter der Kamera traute sich kein Studio an das Projekt, erst mit dem ambitionierten Kabelsender HBO konnte Soderbergh dieses schwule Drama stemmen. Kinotauglich ist das Bio-Pic im opulenten Retro-Stil allemal. In Cannes wurde Douglas als großer Palmen-Favorit gefeier. Am Sonntag im englischen OmU.

 

Meine keine Familie
3. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Sonntag um 11:15 Uhr
In den Siebziger Jahren existierte im Burgenland eine der größten und einflussreichsten Kommunen Europas. Gemeinschaftseigentum, freie Sexualität, Auflösung der Kleinfamilie, das waren die Grundprinzipien des Friedrichshofs. Dieses vom Wiener Aktionisten Otto Mühl gegründete alternative Modell einer Gemeinschaft war Gegenstand von Bewunderung, bedingungsloser Gefolgschaft, aber auch von Skandalen und vielen Ungereimtheiten. Heute ist diese Geschichte nahezu vergessen, aber es gibt Menschen, in denen sie fortlebt und die davon wesentlich geprägt wurden.

Einer davon, der junge Paul-Julien Robert, in der Kommune geboren und aufgewachsen, ist Regisseur dieser Recherche- und Detektivgeschichte MEINE KEINE FAMILIE. Robert begibt sich auf eine persönliche Reise in die eigene Vergangenheit. Was er zu Tage fördert und zur Sprache bringt, ist das bis heute spannendste, tiefgehendste, ehrlichste Dokument über die Gemeinschaft. Ausgehend von Archivmaterial, das im Film erstmalig öffentlich gezeigt wird, konfrontiert der Regisseur sich selbst und seine Mutter mit der Frage: Was ist Familie?

Text: Dirk Gebhardt

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