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Kultur

Das Kinoprogramm im Veedel vom 22. bis 28.03.2012

Donnerstag, 22. März 2012 | Text: Tamara Soliz | Bild: HupeFilm

Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten

Die Römer sind es Schuld, das der wirtschaftliche Teil unserer Welt nur nach Wachstum strebt. „Laboris gloria Ludi“ war auf dem Forum und in den Arenen der Römer ein geflügeltes Wort. Mitte der 1980’er Jahre schaffte der Ausdruck in seiner englischen Übersetzung „Work hard, Play hard“ den Sprung in die internationalen Managementtheorien. Nun hat die Filmemacherin Carmen Losmann einen Dokumentarfilm gedreht, der diesem Phänomen in den Management- und Personalabteilungen nach spürt. Es ist wohl an der Zeit, das nicht nur das Time Magazin den „Protestler“ zur Person des Jahres 2011 kürt, die gesellschaftlichen Debatten um Bundespräsidenten und Managergehälter weisen in die selbe Richtung: Weniger ist mehr. Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit beginnen mit dem Verzicht des Einzelnen. „Work Hard, Play Hard“ ist ein Film der in unsere Zeit passt, er erhebt nicht den Zeigefinger, er verzichtet ausdrücklich darauf. Der Dokumentarfilm vertraut auf die soziale, moralische Integrität der Zuschauer, aus ihr entwickelt er sein aufklärerisches Potential und stellt die Welt der grauen Herren in den Personalabteilungen in Frage.

Work Hard Play Hard
Premiere – Ab 12 Jahren
    •    Mittwoch um 20:00 Uhr
Carmen Losmann, beobachtet in ihrer Langzeitdokumentation große deutsche Unternehmen beim Personalmanagement und bei der Arbeitsplatzgestaltung.
Das hört sich zunächst unspektakulär an. Und doch hat man nach dem Film den Eindruck die größte gesellschaftliche Fehlentwicklung seit der Atomkraft entdeckt zu haben. Denn was sich hinter den Türen des Assessment-Managements abspielt, hat mit einer nachhaltigen Entwicklung nichts zu tun.
Unter dem Druck der Globalisierung zählt für die Unternehmen nur Wachstum. Als Motor des Wachstums gelten die Mitarbeiter, die mit immer neuen Produktideen und immer optimaleren Abläufen den Wachstumsgeist des Unternehmens in die Zukunft tragen. Man unterscheidet richtige Mitarbeiter und falsche, die sich nicht schnell genug den globalisierten Anforderungen anpassen. Der Druck der Unternehmer wird in die Köpfe und Seelen der Mitarbeiter verlagert. Ein Wachstumserfolg ist das Ziel. Mit einer Rhetorik, als ginge es um eine Mondmission, wird ein neuer ‚Eistee‘ in den Markt geworfen.
Die Firmen, die die Zukunftsfähigkeit der Altmitarbeiter überprüfen, schulen gleichzeitig die Bewerbung neuer Jungmanager. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier um der Karriere willen Rollenspiele eingeübt werden. Die Assessment-Management Firmen verdienen an allen Kriegsschauplätzen. Man fragt sich, was ist das Greifbare, das Echte in dieser Welt. ?In Carmen Losmanns Film, der vermutlich seiner Zeit weit voraus ist, wird man Zeuge, wie sich die Managementblase der großen Konzerne aufbläht. Ein zutiefst beunruhigendes Erlebnis.
 In unserer modernen Arbeitswelt bedeutet die Sanierung eines Betriebes die Sanierung der Mitarbeiter.
„Eine brillant gemachte Dokumentation, exzellent und aufregend.“ Screen Daily??„Zum Fürchten ist die schöne neue Arbeitswelt, die Carmen?Losmann in „Work Hard – Play Hard“ so kühl wie klug darlegt.“?Süddeutsche Zeitung

Wer weiss, wohin?
1. Woche – Ab 12 Jahren
    •    täglich um 19:00 Uhr
    •    Samstag bis Sonntag auch um 14:30 Uhr
Ein staubiges Kaff irgendwo im Libanon. Schon ewig leben Christen und Moslems hier Tür an Tür nebeneinander und genauso lange kommt es auch immer wieder zu Konflikten, vor allem zwischen den Männern. Den Grund für das idiotische Hauen und Stechen wissen sie meist selbst nicht mehr so genau – und davon haben ihre Frauen endgültig die Nase voll! Was aber tun? Da Testosteron das Einsichtsvermögen stark herabzusetzen scheint, ist mit weiblicher Logik nicht viel auszurichten. Und so hecken die Dörflerinnen gemeinsam allerhand unorthodoxe Aktionen aus, in denen der einzige Fernseher des Dorfes, eine ukrainische Table-Dance-Truppe und selbstgebackene Haschkekse tragende Rollen spielen. Fantasie und Entschlossenheit des konspirativen Treibens kennen bald kaum noch Grenzen und zeigen durchaus ihre Wirkung…
 Die libanesische Regisseurin Nadine Labaki, deren Kino-Erstling CARAMEL international für Furore sorgte, kehrt endlich mit einer unwiderstehlichen Komödie zurück: Ein engagiertes und vor allem wahnsinnig witziges Plädoyer gegen religiösen Fanatismus, Chauvinismus und Gewalt, das mit einem überraschenden Ende aufwartet.
 
Best Exotic Marigold Hotel
2. Woche – Ab 6 Jahren
    •    Donnerstag bis Dienstag um 16:00 Uhr
    •    Donnerstag bis Dienstag um 20:45 Uhr
    •    Mittwoch um 17:00 Uhr
Sieben Engländer im höheren Alter (Bill Nighy, Maggie Smith, Tom Wilkinson, Judi Dench, Celia Imrie, Penelope Wilton, Ronald Pickup) reisen aus den unterschiedlichsten Gründen nach Indien und landen alle im „Best Exotic Marigold Hotel“, das seine besten Zeiten schon hinter sich hat. Das Hotel, das von einem hoch-motivierten jungen Inder (Dev Patel) aus der Krise wieder zu altem Ruhm geführt werden soll, versprüht dennoch seinen ganz eigenen Charme. Und schon bald überträgt sich die magische Wirkung Indiens auf die Gruppe der Reisenden – bei jedem der Sieben auf seine ganz eigene Art…

Der Junge mit dem Fahrrad
7. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Mittwoch um 17:15 Uhr
Erneut zeigen sich die mehrfach preisgekrönten Belgier Luc und Jean-Pierre Dardenne als Meister wirklichkeitsnaher Alltagsdramen vom Rande der Gesellschaft. Auch in „Der Junge mit dem Fahrrad“ bleibt das Regisseurs-Duo seinem sozialrealistischen Ansatz treu. Gleichzeitig schaffen die Dardenne-Brüder dabei stilsicher perfekt komponiertes, emotional eindringliches Erzählkino über bedingungslose Liebe und den verzweifelten Versuch, im Leben nicht allein zu bleiben. In ihrem modernen Märchen brillieren der junge Thomas Doret, eine Entdeckung der wallonischen Autorenfilmer, und Schauspielerin Cécile de France, die zuletzt in Clint Eastwoods “Hereafter – Das Leben danach” zu sehen war.

Die Eiserne Lady
4. Woche – Ab 6 Jahren
    •    Donnerstag bis Mittwoch um 21:00 Uhr
    •    Donnerstag bis Dienstag um 16:45 Uhr
Margaret Thatcher (Meryl Streep) war die erste weibliche Regierungschefin Europas. Sie kam aus einfachem Hause: Ihr Vater (Iain Glen) war Kolonialwarenhändler, methodistischer Laienprediger und Bürgermeister ihrer Geburtsstadt, die Mutter gelernte Hausschneiderin.
?Margaret Thatcher hob Grenzen zwischen Geschlechtern und Klassen auf und behauptete sich in einer bis dahin von Männern dominierten Welt. Sie war unverwechselbar in Stil, Gestus, politischer Haltung, bei der Durchsetzung ihrer Ziele. Dafür wurde sie von den einen gefürchtet, von den anderen verehrt. Ein Mythos.??DIE EISERNE LADY erzählt die Geschichte von Margaret Thatcher und auch eine Geschichte über die Macht in der Politik, und welchen Preis man dafür bezahlen muss. Gleichzeitig ist der Film ein überraschendes und intimes Porträt einer außergewöhnlichen und komplexen Frau.
 
Meryl Streep wurde 2012 für Ihre Rolle als „Die Eiserne Lady“ zum 3-mal mit dem Oscar ausgezeichnet: Beste Hauptdarstellerin!

Die Muppets
4. Woche
    •    Sonntag um 11:45 Uhr
Nach 13 Jahren sorgen Kermit, Miss Piggy & Co. endlich wieder für Chaos im Kino. Und zwar „bis der Schuppen wackelt und zusammenbricht“ Kommunis­tische Propaganda? Da hat wohl etwas im Gehirn von Eric Bolling, dem Moderator der US-Sendung „Follow the Money“, ausgesetzt: Kürzlich prangerte er die Muppets als rote Gefahr an, schließlich würden Kermit & Co. in ihrem siebten Kinofilm einen „erfolgreichen Industriellen“ bekämpfen. Offensichtlich war Bolling mit der Tatsache überfordert, dass flauschige Puppen mehr Moral und Anstand besitzen als seine konservativen Unternehmerfreunde. Das Comeback der Chaostruppe spielt 13 Jahre nach ihrem letzten gemeinsamen Leinwandauftritt. Miss Piggy prägt als Plus-Size-Redakteurin der „Vogue“ in Paris die Modeszene, Fozzie Bär ist auf einer abgeranzten Bühne in Reno gelandet, und Stunt-Geier Gonzo hat ein Vermögen mit Kloschüsseln gemacht. Erst als ihr größter Fan, der kleine Walter, das legendäre Theater der Muppets vor einem Ölmulti retten will, trommelt Kermit seine alten Weggefährten zusammen. Und stellt die „sensationellteste, fabelhaftellteste, blödel­haftellteste, muppetionellteste“ Show aller Zeiten auf die Beine.

Die Thomaner
5. Woche
    •    Sonntag um 12:15 Uhr
    •    Mittwoch um 15:00 Uhr
Vor über 800 Jahren sangen die Thomaner während Gottesdiensten für Schulbildung, Nahrung und Unterkunft. Heute zum Jubiläum sind es 90 Jungen, die „zu Ehren Gottes“ singen. Sie sind in ein strenges Internatssystem eingebunden, mit dem sächsischem Bildungssystem. Nebenbei erfolgen Gottesdienste in der Thomaskirche in Leipzig. In diesem Dokumentarfilm wird nun der Alltag dieser Jungen über den Zeitraum von einem Jahr hinweg gezeigt. Ein Alltag voll Tradition, Disziplin und der Hingabe zur Musik.

John Irving und wie er die Welt sieht
4. Woche
    •    Sonntag um 14:00 Uhr? »sehenswerte Dokumentation über einen der größten Schriftsteller unseres Jahrhunderts« cinetastic.de
Weniger eine Dokumentation über den gerade in Deutschland sehr beliebten Bestseller-Autor John Irving, ist dieser Film von André Schäfer eher eine huldigende Annährung an Motive und Entstehung des Irvingschen Erzählkosmos.

The Artist
9. Woche
    •    Donnerstag bis Dienstag um 18:30 Uhr
Nichts könnte weiter vom modernen Kino mit seinem lauten 3D-Spektakel entfernt sein als der Stummfilm. Insofern erfordert es Mut, heute eine Geschichte nach den Vorgaben jener Kinoanfangsjahre zu erzählen. Dabei verschmelzen in „The Artist“ Form und Inhalt zu einem außergewöhnlichen Experiment. Michel Hazanavicius’ Portrait eines vom Karriere aus bedrohten Stummfilmstars bietet Witz, Ironie und einen herausragenden Hauptdarsteller.
 Ausgezeichnet mit 5 Oscars u.a.:
Bester Film!
Beste Regie! Michel Hazanavicius
Bester Hauptdarsteller! Jean Durjadin
Beste Musik! Ludovic Bource

Text: Tamara Soliz

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