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Kultur

Das Odeon-Kinoprogramm vom 2. bis 9. Dezember 2010

Donnerstag, 2. Dezember 2010 | Text: Gastbeitrag | Bild: Icon Film Distribution

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Kino, Kino, Kino. Ich war mit meiner Tochter im Kino. Mit 3D-Brille im Cinedom. Ertappt, der Cinedom befindet sich nicht in der Südstadt, aber ich muss gestehen, dass ich es sehr genossen habe, gemeinsam mit Wasserschildkröte Sammy durch die Weltmeere zu schwimmen. 3D ist super, meine Tochter hat sich kaputt gelacht – besonders über den Witz mit dem Thun- und dem Walfisch (den erzählt sie seitdem pausenlos). Auf jeden Fall werde ich mir den neuen Film von Tom Tykwer  anschauen, der ab dem 23.12. im ODEON, unserem Südstadt-Kino, läuft. Was in den kommenden 7 Tagen gezeigt wird, folgt nun.

Nowhere Boy
1. Woche – ab 12 Jahren
    •    Mittwoch um 20:00 Uhr
Nowhere Boy ist eine 2009 produzierte Filmbiografie, die von den frühen Jahren des späteren Beatles-Musikers John Lennon erzählt. Gleichzeitig thematisiert der Film auch die Entstehungsgeschichte einer der erfolgreichsten Musikgruppen. Das Drehbuch basiert auf dem Roman Imagine This: Growing Up With My Brother John Lennon, das von Julia Baird geschrieben wurde, einer Halbschwester John Lennons.
Besonders Beeindruck Kristin Scott Thomas als Lennons Tante und Ziehmutter.


Der kleine Nick
1. Woche – ab 6 Jahren
    •    Samstag bis Sonntag um 14:00 Uhr
Liebevolle Verfilmung der Comic-Klassiker von René Goscinny und Jean-Jacques Sempé. Der kleine Nick führt ein friedliches Leben: Er hat Eltern, die ihn lieben, eine Clique von fabelhaften Freunden – und er hat überhaupt kein Bedürfnis, daran irgendetwas zu ändern. Doch eines Tages belauscht Nick ein Gespräch seiner Eltern und denkt fortan, seine Mutter sei schwanger. Er gerät in Panik und fürchtet das Schlimmste: ein kleiner Bruder! Nicks Eltern werden keine Zeit mehr für ihn haben. Vielleicht werden sie ihn sogar aussetzen, im Wald, wie den Däumling im Märchen. Um diesem unglücklichen Schicksal zu entgehen, entwirft der kleine Nick eine Strategie, um sich für seine Eltern unentbehrlich zu machen. Doch obwohl er sich alle Mühe gibt, tritt er in ein Fettnäpfchen nach dem anderen und beschwört mit der Zeit immer mehr Ärger herauf. Publikumspreisträger Französische Filmtage Bonn und Köln 2010.

ElektroStancija
1. Woche – ab 12 Jahren
    •    Samstag um 22:30 Uhr
Dokumentarfilm über das Projekt „ElektroStancija“ des Goethe Instituts. Drei deutscher DJs Hans Nieswandt, Matias Aguajo und Markus Rossknecht mit drei russischen Kollegen mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Nowosibirsk, wo ein gemeinsamer Auftritt die Reise abrundet. Bei der Aufführung im ODEON werden am Samstag, 4. Dezember um 22.30 Uhr, die Regisseure Matias Aguajo und Markus Rossknecht, sowie der Musiker Hans Nieswandt anwesend sein.

 


Grundeinkommen
0. Woche – ab 12 Jahren
    •    Samstag um 13:00 Uhr
Die Kölner Initiative Grundeinkommen www.bgekoeln.de zeigt: Grundeinkommen ein Film-Essay von Daniel Häni und Enno Schmidt?über die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens. Seit dem Jahr 2005 setzt sich auch ‚dm‘ Gründer Götz Werner, einer der innitiativsten Unternehmer Deutschlands, öffentlich für ein bedingungsloses Grundeinkommen in Deutschland nach einem von ihm ab 1982 entwickelten Konzept ein. Die Finanzierung des Grundeinkommens beruht demnach auf der allmählichen Abschaffung der Einkommensteuer und der gleichzeitigen Erhöhung der Mehrwertsteuer als „Konsumsteuer“ auf über 50 %.
Mit anschließender Diskussion. Infos zur Kölner Initiative www.bgekoeln.de?


In ihren Augen
6. Woche – ab 12 Jahren
    •    Donnerstag bis Dienstag um 21:00 Uhr
    •    Freitag bis Dienstag um 18:30 Uhr
    •    Samstag bis Sonntag um 16:00 Uhr
    •    Mittwoch um 17:30 Uhr
Aus Argentinien stammt der diesjährige Preisträger des „Auslands-Oscar“. Das vielschichtige Kriminaldrama „In Ihren Augen“ setzte sich dabei gegen so prominente Beiträge wie „Das weiße Band“ durch. Formal weniger streng aber nicht minder fesselnd und eindringlich erzählt Regisseur Juan José Campanella von einem düsteren Verbrechen in politisch unruhigen Zeiten und einem mit dessen Aufklärung betrauten Kommissar, den seine Erinnerungen an den Fall auch nach einem Vierteljahrhundert nicht loslassen.
Je länger man über „In ihren Augen“ nachdenkt, desto stärker treten wieder einzelne Momente und Szenen aus der eigenen Erinnerung hervor. Dabei ist die mit viel trockenem Humor angereicherte Kriminalgeschichte auch handwerklich gängigen TV-Formaten oder der Kinoadaption von Stieg Larssons „Millennium“-Trilogie weit überlegen. Zu den Höhepunkten zählt eine ungemein dynamische, ohne erkennbaren Schnitt gefilmte Verfolgungsjagd in den Katakomben eines Fußballstadions. Die Intensität dieser Sequenz reißt jede Distanz ein. Plötzlich wird aus der Anspannung der Ermittler eine miterlebte Erfahrung, bei der man beinahe vergisst, dass man eigentlich nur ein passiver Beobachter ist. Immer wieder fordert uns Campanella auf diesem Wege heraus. Er will, dass wir mit seinem Helden fühlen, leiden, uns freuen und lieben. Dessen viel zu großes Herz verleiht der Geschichte erst ihre traurige Seele. Es ist ein Herz, das mit jedem Schlag sich allein der Wahrheit verpflichtet fühlt und das „In Ihren Augen“ zweifelsfrei zu einer Perle des südamerikanischen Kinos macht.

Pianomania – Auf der Suche nach dem perfekten Klang
16. Woche – ab 12 Jahren
    •    Sonntag um 12:00 Uhr
Man muss kein Musik- oder gar Klassikfan sein, um Gefallen an dieser unterhaltsamen und faszinierenden Dokumentation über die Zusammenarbeit eines perfektionistischen Klaviertechnikers mit verschiedenen Spitzenpianisten wie Lang Lang und Alfred Brendel zu finden. Statt mit technischen und physikalischen Erläuterungen über das Wesen von Tönen zu langweilen, bezieht die Suche nach dem perfekten Klang ihre Spannung aus der Leichtigkeit und Freude, mit der sich die gut gelaunten Protagonisten ihrer Mission widmen. Ein magischer Film über den Klavierstimmer Stefan Knüpfer, der mit völliger Hingabe daran arbeitet aus großen Konzertflügeln für Konzerte und Plattenaufnahmen das Letzte herauszuholen.
Allein die Gespräche über die Klangvorstellungen der einzelnen Künstler sind ein intellektueller und sprachlicher Genuss.


Das Ende ist mein Anfang
10. Woche – ab 12 Jahren
    •    Sonntag um 11:45 Uhr
Tiziano Terzani, weltberühmter Autor und langjähriger Südostasien-Korrespondent des SPIEGEL, bittet am Ende seines ereignisreichen Lebens seinen Sohn Folco zu sich. Er will ihm die Geschichte seines Lebens erzählen, seine spirituellen Erfahrungen der letzten Jahre und wie er sich auf den Tod als „letztes großes Abenteuer“ vorbereitet. Die Familie ist versammelt, als Tiziano Terzani seine letzte Reise antritt und sich für ihn der Kreis des Lebens schließt. Nach dem Tod des Vaters gab Folco Terzani anhand seiner Aufzeichnungen das ergreifende Buch „Das Ende ist mein Anfang“ heraus.
 

Text: Gastbeitrag

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