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Lükes Liebes Leben

Ekelhafd

Montag, 22. Januar 2024 | Text: Reinhard Lüke

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Letzten Montag schlurften drei Mitarbeiter von Stadtgrün vor meiner Tür lang und streuten aus Eimern im Handbetrieb Granulat auf den Weg. Warum auch immer. Von Frost konnte da keine Rede sein und Schnee war auch noch nicht in Sicht. Der kam dann am Mittwoch, bedeckte das Granulat und blieb fünf Tage liegen. Rekordverdächtig für Köln! Und schön. Knirschender Schnee unter den Füßen beim Gehen, ungestreute Nebenstraßen und Kinder mit Schlitten, die selbst die kleinsten Hügel zum Rodeln nutzten. Heute dann der große Matsch. Normalität.

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Trecker für Wirte

Fast könnte man unsere Gastronomen bedauern, dass sie weder Trecker noch Sattelschlepper oder Lokomotiven haben. Mit solchen Gerätschaften streikt es sich einfach effizienter. Grund genug für einen Aufstand hätten die Kneipiers ja allemal. Der Sprung von 7 auf 19 Prozent Mehrwertsteuer ist happig und mindestens so existenzgefährdend wie die dezente Abgabe auf Bauerndiesel. Aber da unsere Landwirte, so sie nicht vorwiegend in Vieh machen, um diese Jahreszeit nicht sonderlich viel zu tun haben, können sie mit ihren Schleppern entspannt ganze Städte blockieren. Aber letztlich weiß ich ja nicht, wie es unseren Bauern geht. Was ich so lese, dank großzügiger Subventionen gar nicht so schlecht. Aber das Problem ist wohl, dass das Geld zunehmend an Großbetriebe ausgeschüttet wird, die in industrielle Landwirtschaft machen und kleinere Höfe dabei auf der Strecke bleiben. Darunter auch zahlreiche Öko-Bauern, deren Tun doch überall gutgeheißen wird.

Billigfleisch in Edelküchen

Laut Umfragen sind nahezu alle Bundesbürger für gesunde Lebensmittel und mehr Tierwohl. Für Klimaschutz natürlich auch. Nur kosten soll uns das nichts. Jüngst gab es wieder eine Erhebung, wieviel Prozent ihres Einkommens europäische Bürger für Lebensmittel ausgeben, wobei wir Deutschen einmal mehr ganz am Ende der Tabelle landeten. Dafür sind wir nach wie vor bei teuren Kücheneinrichtungen ganz vorn. Eine Absurdität, die sich täglich auf jedem Supermarkt-Platzplatz beobachten lässt, wo Menschen kiloweise Billigfleisch in fette SUVs laden. Hackfleisch im Angebot? Das Kilo für 3,99? Super! Nehmen wir doch gleich drei Packungen.

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Wir sind das Volk

Im Rahmen der Bauerproteste ist mir einer Szene aus einem TV-Bericht in Erinnerung, in der der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke mit aufgebrachten Landwirten diskutierte, die erklärten, sie hätten die Schnauze voll und würden beim nächsten Mal die AfD wählen. Woraufhin der Soze den verdutzten Protestlern erklärte, dann gebe es aber gar keine Subventionen mehr. Stehe so in deren Parteiprogramm und er hatte sogar noch die Seitenzahl parat. Respekt. Ich habe das Werk nun auch nicht gelesen, aber nach allem, was ich so höre, sollen da auch die Pläne für eine Deportation, verniedlichend „Remigration“ genannt, mehr oder minder unverschlüsselt aufgelistet sein. Umso erstaunlicher, was sich nach dem Bericht über das Treffen irrlichternder Rechtsaußen in Potsdam im Lande tut. Die Bürger gehen plötzlich zu Millionen auf die Straße, zeigen ihre Kampfbereitschaft für die Demokratie, ihre Solidarität mit Migranten und ihre Abneigung gegen die AfD. Das ist toll und unter all den mitgeführten Transparenten finde ich das schlichte Wortspiel „Ekelhafd“ wirklich gelungen. Aber was genau jetzt die schweigende Mehrheit plötzlich in Massen auf die Straße treibt, verstehe ich noch nicht so ganz. Zudem fürchte ich, dass sich AfD-Sympatisanten im Osten in ihrer Überzeugung, sie seien das Volk, wenig beeindrucken lassen. Vor den Landtagswahlen im Herbst graut mir nach wie vor.

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Sonst noch was? Ja. Die Pochers heulen täglich abwechselnd in irgendwelche Kameras und RTL hat wieder eine Meute D- bis F-Promis im australischen Dschungel geparkt, wo wir rätseln sollen, wer mit wem knutscht, in die Büsche pinkelt oder Kondome ins Camp geschmuggelt hat. Und auch nach zwanzig Jahren, die es dieses Format inzwischen gibt, verstehe ich noch immer nicht, warum selbst seriöse Zeitungen die alberne Sause täglich mit Berichten würdigen. Aber ich muss ja nicht alles verstehen. Tät´ ich aber gern.

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