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Politik

Elisabeth Sachse – Direktkandidatin der Partei DIE LINKE

Donnerstag, 29. April 2010 | Text: Stephan Martin Meyer | Bild: Dirk Gebhardt

Geschätzte Lesezeit: eine Minute

„Reichtum für Alle“ – das verkündet uns das Wahlplakat der Partei DIE LINKE zur Zeit an den Laternenpfählen des Veedels. Elisabeth Sachse, die Direktkandidatin, blickt uns mit leicht verdrehtem Oberkörper von den Plakaten an. Freundlich sieht sie aus. Das Ohr hat sie wie für ein Passfoto freigelegt, die Haare seitlich gescheitelt. Sie ist „Original Sozial“. Doch da stutzen wir schon: Es ist doch interessant, wie sich die Partei für einen besseren optischen Effekt auf dem Plakat einfach über die gängigen Rechtschreibregeln hinwegsetzt. Weder „alle“ noch „sozial“ wird groß geschrieben. So sieht es besser aus, gar keine Frage. Aber grammatikalisch ist es falsch. Nun, daran wollen wir uns nicht weiter festhalten. Was verkündet uns Frau Sachse sonst noch?

Sie sei „konsequent solidarisch“, so steht es da. Gut, das wollen wir ihr einfach mal glauben. Was das genau bedeutet, das müssen wir uns jedoch zusammenreimen. „Eine solidarische Gemeinschaft produziert Reichtum für Alle“. Eine wunderschöne Utopie. Und eine Platitüde. Natürlich wünschen wir uns alle Reichtum. Aber klingelt da nicht ein kleines Glöckchen in unseren Köpfen? „Reichtum besteuern“ – so plakatierte DIE LINKE zur Bundestagswahl 2009. Na, wenn wir erst reich sind, dann können wir ja auch Steuern zahlen. Die Logik stimmt irgendwie. Aber auch nur irgendwie.

Wenn wir dem auf dem Plakat angegebenen Link im Internet folgen, geht uns ein Licht auf: Die Kandidatinnen und Kandidaten sind hier plötzlich nicht mehr „original sozial“, sondern vielmehr „original – sozial“. Das ist ein Unterschied. Dachten wir doch erst, Elisabeth Sachse und ihre Partei seien die wirklichen („original“) Sozialen in unserer Gesellschaft, vermutlich in Abgrenzung zur den Sozialdemokraten, so stellen sie sich uns nun als die Originalen und die Sozialen dar. Es ist ein kleiner, aber feiner Unterschied.

Die Website www.original-sozial.de gibt es im Übrigen nicht wirklich. Wir werden sofort auf die Website der Landesgeschäftsstelle der DIE LINKE umgeleitet. Aber das Überraschende kommt hier erst noch: Suchen wir nach Elisabeth Sachse, so finden wir ihr Portrait und ihre Mobilnummer, aber die Spalten mit den Eintragungen zum Lebenslauf, dem politischen Werdegang und den politischen Schwerpunkten sind leer. Frau Sachse scheint demnach keine politischen Schwerpunkte zu haben. Dann wird sie es auch wohl schwer haben, in der Südstadt zu punkten.


2005 trat die Partei DIE LINKE noch nicht zur Landtagswahl an. Jedoch waren die PDS und die WASG wählbar. Die Ergebnisse im Wahlkreis Köln I waren allerdings eher mager: Die PDS errang 1,3 %, die WASG 1,6 % der Stimmen. Landesweit kamen sie auf 0,9 % (PDS) bzw. 2,2 % (WASG). Da sich Frau Sachse auf einem abgeschlagenen 23. Platz der Landesliste befindet, ist es vor diesen Umständen wohl als utopisch anzusehen, ihren Einzug in das neue Landesparlament feiern zu wollen.

 

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Text: Stephan Martin Meyer

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