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Kultur

Ellis Biest? Nix wie hin!

Dienstag, 21. September 2010 | Text: Judith Levold | Bild: Meyer Originals

Geschätzte Lesezeit: eine Minute

„Hat´s Dir gefallen?“ frage ich beim Verlassen der Comedia meinen Sohn Henry. „Natürlich“ antwortet er grinsend und beschreibt damit schon seinen größten Lacher während der Aufführung von Ellis Biest: wenn nämlich selbiges, von Elli mit allerlei Fragen bombardiert, immer antwortet: „Natürlich!“. Elli ist genervt, ähnlich wie Eltern vom Warumgefrage ihrer Kleinkinder und motzt: „Sag´doch nicht immer natürlich!“. Worauf das Biest, na? natürlich „Natürlich“ sagt!
 
Ein freundliches, spitzbübisches, witziges und rosawollenes Biest gibt Comedia-Gründer Klaus Schweizer da für das kleine Elli-Mädchen, das sich, vom Prinzessinspielen arg gelangweilt, ein Abenteuer wünscht. Zu jeder Schandtat bereit, ein Verbündeter sozusagen. Und dabei hatte Elli das Biest doch nur gemalt, wollte Abwechslung und Farbe und einfach mal was Neues. Und während die schöne Musik, mit der ihre Pinselstriche und –tupfer an der Wand so liebevoll live vertont werden, noch verklingt, steigt plötzlich das fleisch-, pardon, wollegewordene Biest ihrer Fantasie aus dem Bild und ist da.

 

 

Isabell Dachsteiner, Foto: Meyer Originals

 

Alles Weitere ist schnell erzählt: man lästert über die Prinzessinnen, macht sich eine nach oben hin unbegrenzte Anzahl Spiegeleier, bekämpft und besiegt (natürlich) einen Drachen und reist in den Orient sowie zurück in Ellis Zimmer. Das alles mit so null überflüssigem Text und soviel Ausdruck, dass jeder spürt: das ist Stoff zum Träumen. Und zum augenzwinkernden Betrachten von Prinzessinnen, die, obwohl sie „nicht wissen, dass sich Filzstift nicht Radieren lässt“ durchaus ihre Berechtigung haben und mit hilfreichen Tipps auch mal einen Teppich zum Fliegen bringen.
 
„Aber Mama, da laufen die beiden fünfmal im Kreis, krabbeln durch die Röhre zurück, sinken auf den Stein und sind dann plötzlich wieder in Ellis Zimmer nach ihrer Reise. Wir Großen merken ja, wie das gemacht ist.“. Sagt mein zehnjähriger Sohn. Wer hingegen erst vierfünfsechssieben oder auch drei ist, für den dauert die Reise gerade richtig lang genug. Weil es natürlich egal ist und nur zählt, dass ich jetzt definitiv auch versuchen werde, mir ein solches Biest zu malen. Obwohl, meins ist vielleicht grün?

 

 

Isabell Dachsteiner und Klaus Schweizer, Foto: Meyer Originals

Mutter und Sohn finden in selten vollkommener Übereinstimmung: Ellis Biest ist ein Stück für Kinder ab 4 Jahren, an dessen Poesie und Witz sich auch Begleiteltern und -geschwister erfreuen können! Mit 40 Minuten Spieldauer genießt man einen wirklich kindgerechten Theaterbesuch!
 
 
Nach einer Geschichte von Martin Karau, illustriert von Katja Wehner.
Vorstellungen in der Comedia Colonia, Vondelstraße, 50677 Köln,

Mi., 22.09. und Do., 23.09.2010 sowie im Oktober

Weitere Informationen unter: www.comedia-koeln.de

 

Text: Judith Levold

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