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Neuigkeiten

Große Entwicklungen aus der Südstadt

Mittwoch, 9. Dezember 2020 | Text: Susanne Wächter | Bild: Susanne Wächter

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Manchmal handelt Jan Kus, Gründer und Programmierer von Railslove, aus dem Bauch heraus – weil‘s notwendig und sinnvoll ist. Die Recover App zur Registrierung von Gästen in der Gastronomie oder in Pflegeheim und Krankenhaus sind solche Aus-dem-Bauch-heraus Dinge. Auch die Veedelsretter kamen so zustande. Eine digitale Nachverfolgung von Infektionsketten könnte der nächste Schritt sein.

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So einfach wie es klingt, ist es offenbar auch. Aber sind das Land oder diese Stadt wirklich bereit für digitale Errungenschaften? Eine Frage, die sich zwangsläufig stellt, wenn man sich mit Jan Kus unterhält. Die Veedelsretter von Railslove sind das eine, die Recover App, die folgte, als es darum ging, Gästelisten zwecks Rückverfolgung möglichst unbürokratisch aber sicher zu gestalten, das andere. Im Gespräch spürt man sehr schnell, Kus ist nicht nur Experte seines Faches, er brennt auch für die Sache. Und er will Lösungen. Schnelle Lösungen. Kus gehört zur Generation der Digital Natives. Und die Entwicklung schneller Lösungen ist sein Job.

Lösungen: Für Gastronomie, Pflegeheime und Krankenhäuser

Kus weiß, welche Möglichkeiten die digitale Welt bietet, schließlich trägt er mit seinen Entwicklungen maßgeblich dazu bei. Für den Anbieter „Pink Bus“ entwickelte seine Agentur das Buchungssystem, für die Postbank eine benutzerfreundlichere Oberfläche für den Online-Wertpapierhandel und mit „Instant Help“ eine App, die es Nutzern ermöglicht, einen Hilferuf ohne Anruf abzusetzen. Dabei wird der „stille“ Notruf in Gefahrensituationen abgesetzt und automatisch an die Notrufzentrale weitergeleitet.

Display Ansicht bei Gästeregistrierung

Und dann ist da noch „recover“, die Lösung zur digitalen Kontaktdatenerfassung, die es Gästen von Veranstaltungen oder in Restaurants sowie Kneipen, Theatern oder Kinos ermöglichte, sich problemlos per Barcode-Scan einzuchecken. Damit wird auf lästige Zettelwirtschaft verzichtet und die persönlichen Daten können unsichtbar vor anderen Gästen in die App eingegeben werden. Nach vier Wochen werden die digitalen Gästelisten gelöscht. Ähnliche Lösungen gibt es inzwischen auch für Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser – recover care beziehungsweise health heißen sie und wurden gemeinsam mit der Bank für Sozialwirtschaft auf den Weg gebracht.

Nachverfolgung in Echtzeit

Recover ist quasi der Grundstein für die digitale Nachverfolgung von Infektionsketten. Denn Kus denkt weiter. Was wäre, wenn die Daten schneller für die Gesundheitsämter abrufbar, die Infektionsketten in Echtzeit nachvollziehbar wären? „Das geht alles viel zu langsam“, so Kus und erzählt, welche Ideen er zu diesem Thema hat. „Wir verheiraten die Corona-Warn-App mit den existierenden Lösungen zur digitalen Kontakterfassung. Das ist nämlich einfacher als man denkt.“ Es gebe bereits so viele Lösungen zur digitalen Erfassung. „Bundesweit sind in diesem Feld etwa zehn bis 15 Start Ups auf dem Markt“, so Kus. Nur die Verwaltungen tun sich offenbar noch schwer mit dieser Handhabung. Dabei ist Schnelligkeit bitternötig, um die Ausbreitung des Virus‘ zu verlangsamen.

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Brauchen den Willen der Bundesregierung

Das Prinzip der Corona-Warn-App zeige, dass es keine Eingabe der Gäste-Daten brauche, um eine korrekte Kontaktnachverfolgung zu leisten. Die Warn-App übermittelt Daten über Bluetooth in anonymisierter Form. Damit die Gästeregistrierungs-Apps konform mit der Warn-App laufen können, bräuchte es lediglich eine zusätzliche Schnittstelle zwischen Warn-App und digitalen Registrierungs-Apps. „Und natürlich den Willen der Bundesregierung, nachhaltig zu digitalisieren“, erläutert Kus. Seiner Idee zufolge müsste die Corona-Warn-App lediglich die Scan-Funktion der Kamera zulassen, um das Abfotografieren von QR-Codes zu ermöglichen. Über QR-Codes funktionieren nämlich die schon bestehenden Registrierungs-Apps. Der Gast checkt sich via Scan ein und die Corona-Warn-App sendet den anonymisierten Datensatz des Gastes, via verschlüsseltem Token, an recover & Co. „Ab dann funktioniert alles wie gehabt: der Gastronom oder Veranstalter stellt sicher, dass die Gäste eingecheckt sind und kann die relevanten Daten der Gäste im Infektionsfall, an das zuständige Gesundheitsamt weiterleiten“, erklärt Kus.

Pandemie digital bekämpfen

Die Stadt habe großes Interesse an einer digitalen und datenschutzkonformen Umsetzung. „Wir haben schon einige Gespräche dazu geführt, doch leider dauert es einfach zu lange, bis eine Verwaltung so etwas umsetzt“, meint Kus, und auch dass die Bundesregierung bislang diesen Weg nicht gegangen ist, kann er nicht verstehen. „Ich weiß, wir können so etwas realisieren“, sagt Kus. Nur leider setzt die Bundesregierung nicht auf Agenturen wie Railslove. „Wir können das, wir sind Informatiker, arbeiten für große Konzerne und kleinere Firmen.“ Dabei will Kus gar nicht unbedingt alleine handeln, sondern sich mit allen Playern an einen Tisch setzen. Es geht doch nicht darum, den Markt zu erobern, sondern die Pandemie mit digitalen Mitteln, die bereitstehen, zu bekämpfen.

Text: Susanne Wächter

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