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Verkehr

100.000 Euro Fördermittel für Lastenräder in Köln

Montag, 17. Dezember 2018 | Text: Jeannette Fentroß | Bild: Jeannette Fentroß

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Die Stärkung des Radverkehrs ist in Köln dringend erforderlich. Geht es nach dem Fahrradbeauftragten der Stadt, soll bis 2030 ein Drittel der motorisierten Verkehrsteilnehmer auf das Rad umsteigen. Und nicht nur das: Mitte November beschloss der Verkehrsausschuss das Förderkonzept „Lastenräder für Köln“ und dessen Umsetzung bereits ab Januar 2019. Dafür werden vom Finanzausschuss Fördermittel in Höhe von 100.000 Euro bereitgestellt. Die Stadt folgt damit einer Richtlinie des Bundesumweltministeriums, die seit März bereits in anderen Bundesländern, Städteregionen sowie Großstädten eingeführt ist.

Kaufprämie für Lastenfahrräder von der Stadt

Mit einer Kaufprämie für Lastenfahrräder will die Stadt Anreize für einen emissionsfreien Warentransport bieten und damit den Luftreinhalteplan stützen. Neben kleineren Unternehmen (bis zu 9 Mitarbeitern), Transportdienstleistern, Vereinen, freien Trägerschaften (wie KiTas, Schulen, Krankenhäuser) und anderen Gewerbetreibenden sind ebenso Selbstständige und Freiberufler, Wohngemeinschaften, Zusammenschlüsse von Privatpersonen und Familien angesprochen.

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Förderfähig sind Investitionen für serienmäßig hergestellte, neue Lastenfahrräder verschiedenster Hersteller – sie können auch über eine elektrische Antriebsunterstützung verfügen. Ausschlaggebende Kriterien sind beispielsweise das Transportvolumen von einem Kubikmeter und eine Nutzlast von mindestens 150 Kilogramm. Ebenso förderfähig sind Gespanne aus einem Lastenrad mit Anhänger.

Förderantrag bis Ende Juni 2019 möglich

Die mögliche Förderung der Stadt für die Anschaffung neuer Lastenrad umfasst pro Antragstellender bis zu 2 Fahrzeuge oder Gespanne. Die maximalen Fördersummen sind auf 2.500 Euro pro Lastenfahrrad oder 3.000 Euro für Gespanne gedeckelt. Die Frist für die Antragstellung läuft noch bis zum 30. Juni 2019. Nach Bewilligung bleiben 3 Monate Zeit für die tatsächliche Anschaffung. Die Nutzung der Lastenräder muss dann über einen Zeitraum von mindestens 3 Jahren im innerstädtischen Verkehr als Ersatz für PKW oder LKW mit dem Ziel der Luftschadstoffreduktion erfolgen. Der Nachweis hierfür soll durch jährliche Vorlage des Fahrradcomputers oder Fahrtenbuches erbracht werden. Fragen zum Antragsverfahren können direkt an die Stadt Köln gerichtet werden.
Pro Lastenrad-Kilometer 210 Gramm weniger Emissionen in der Luft
Lastenräder ohne Motor, die den Förderrichtlinien entsprechen, sind mit rund 1.500 Euro förderfähig. Für E-Lastenräder muss man noch tiefer in die Tasche greifen. Durch das Förderkonzept werden diese Kosten auch für kleinere Unternehmen, Gruppen oder Privatpersonen überschaubarer – ein guter Weg für sauberere Luft in Köln. Denn: Jeder Kilometer, der statt im Auto mit dem Lastenrad zurückgelegt wird, spart bis zu 210 Gramm Emissionen.
Lastkrad-Kampagne von Donk-EE

Hohe Anschaffungskosten: Förderkonzept oder Sharing-Modelle?

E-Lastenräder bieten für den innerstädtischen Transport noch mehr Möglichkeiten an. Da viele Modelle in der Anschaffung sehr kostspielig und die Räder meist nicht im täglichen Gebrauch sind eignen sie sich ideal für unterschiedliche Sharing-Modelle. Wie andere Radverleiher arbeiten auch die Donk-EE-Betreiber daran, mehr elektrisch-unterstütze Lastenräder in die Städte zu bringen, um dort das Mobilitätskonzept ‚weg vom Auto‘ zu fördern. Das europaweit größte Verleihsystem für E-Lastenräder mit dem grünen Esel wurde gerade als Teil der KlimaExpo.NRW-Leistungsschau für herausragende Klimaschutzwirkung auszeichnet.
„Durch ihre hohe Zuladung sind die Räder auch für Gewerbetreibende eine echte Option“, erklärt Oliver Hummel aus dem Vorstand der Naturstrom AG, zu der Green Moves Rheinland, Betreiber des Donk-EE Systems, gehört. Dienstleister wie Handwerksbetriebe oder Lieferdienste könnten durchaus auf E-Lastenräder umsatteln und Zeitverluste durch Staus im Berufsverkehr oder lange Parkplatzsuche hinter sich lassen. Die leistungsstarken Lastenesel schaffen auch Steigungen mühelos. Mit bis zu 100 Kilogramm kann die Transportbox beladen werden. Umzüge oder größere Einkäufe lassen sich im Stadtgebiet sauber und bequem durchführen – ganz ohne CO2, Lärm und Feinstaub.

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Fahrspaß dank elektrischer Motor-Unterstützung

Die Fahrten mit dem E-Lastenrad sind nicht nur umweltbewusst, sie machen sogar Spaß – davon konnten wir uns selbst überzeugen. Auch wenn sich das Rad durch die vorgebaute Transportbox anfänglich etwas schwieriger lenken lässt, entwickelt man sehr schnell ein Gefühl für die Handhabung. Und sobald die elektrische Unterstützung der Fahrt greift, ist der Fahrspaß da. Der unterstützende Motor der Donk-EE-Räder schafft bis zu 25 Stundenkilometer und kann daher auch ohne Führerschein genutzt werden. Mit einer Reichweite von bis zu 75 Kilometern eignen sich die E-Lastenräder auch für den Familienausflug am Wochenende ins Kölner Umland – die Kindersitze mit Sicherheitsgurten und sogar ein Regenschutz sind sogar schon eingebaut.

„Grüner Esel“ als günstige Alternative zum Auto – auch in der Südstadt

Insgesamt stehen 50 Elektro-Lastenräder an mehr als 40 verschiedenen Stationen im Kölner Stadtgebiet bereit, davon bisher fünf auch in der Südstadt. Obwohl man mit dem E-Lastenrad im Stadtverkehr schneller unterwegs ist als mit Kraftfahrzeugen, „muss sich die Alternative zum Auto erst in den Köpfen verankern“, berichtet Donk-EE-Projektleiter André Beyer. „Die Anmeldezahlen waren gleich nach Beginn beachtlich“, so Naturstrom-Vorstand Hummel weiter. Doch Hummel räumt auch noch vorherrschende Berührungsängste der Nutzer ein, denn zahlreichen Anmeldungen (etwa 2.000 in Köln) stehen verhältnismäßig wenige tatsächliche Ausleihen (rund 100 pro Woche) gegenüber. Möglicher Grund ist der relativ aufwändige Registrierungsprozess bei der Erstanmeldung. Nach dem Ausfüllen des Online-Formulars, erhält man per Mail zunächst einen persönlichen Registrierungscode. Mit diesem Code muss einer der drei Registrierungspartner (in der Südstadt bei StadtRad in der Bonner Straße 53–63 oder bei Naturstrom am Hohenstaufenring 47–51) aufgesucht werden, um die Anmeldung vor Ort abzuschließen. Bei der Registrierung fällt einmalige eine Anmeldepauschale von 20 Euro an, die jedoch im Rahmen einer Sonderaktion noch bis zum 31. Dezember 2018 erlassen wird.

Text: Jeannette Fentroß

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