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Südstadt

Beauty-Selbstversuch: Geschafft!

Dienstag, 16. Juli 2019 | Text: Judith Levold | Bild: Judith Levold

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

So, da bin ich, denke ich etwas gespannt. Musste ich doch tatsächlich die 50 überschreiten, um erstmals in ein Kosmetikstudio zu gehen. Wenn schon, denn schon, fand ich und hatte im nigelnagelneuen, selbst ernannten Beauty-Hotspot der Südstadt, dem Schönheitsinstitut von Bonnie Linke und Nadine Hommelsheim auf der Merowingerstraße, einen Termin gebucht.

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Auf was es mir denn ankomme fragt Bonnie mich beim Eintreten: Entspannung, Reinigung, oder einfach nur mal einen „Frische“-Kick für die Haut? Frische-Kick, das höre sich doch gut an, sage ich ihr, als ich auf der Behandlungsliege Platz nehme. Ein bisschen schockiert ist Bonnie, selbst wie aus dem Ei gepellt, dann schon, als ich ihre Fragen nach meinem Pflegeverhalten beantworte, denn ich könnte gut stehen für Kampagne „An meine Haut lass´ ich nur Wasser und …“, die Älteren unter Euch werden sich erinnern.

Bonnie, Spiegel, vegan Pinsel.

„Ich habe einfach keine Zeit für Masken, Peelings, dreierlei Cremchen und was sonst noch alles den Alterungsprozess aufhalten soll.“ argumentiere ich und sie belehrt mich angenehm undogmatisch: „Verstehe ich, aber die Haut ist einfach ein Ausscheidungsorgan und das muss mindestens gereinigt werden – morgens willst Du Dir ja auch die Zähne putzen, und abends eben auch. Um den Talg, vermischt mit dem Dreck aus der Umwelt, von der Haut abzuwaschen.“ Ja, das klingt plausibel und so ergebe ich mich mit geschlossenen Augen der Säuberungsprozedur meines Gesichts, es piekst und presst leicht unangenehm, aber zum Ausgleich werde ich von Bonnies warmen Händen massiert und gecremt. Kleine Hautunreinheiten selbst mit der Nähnadel anzupieksen, um sie hernach robust zu entfernen – von sowas rät Bonnie dringend ab. „Verletzungsgefahr, die besteht immer, dann entzündet sich das und das willst Du nicht“. Dem habe ich nichts entgegenzusetzen.

Bonnie und Nadine

Bonnie (li.) und Geschäftspartnerin Nadine

Attraktion Wohlfühl-Atmo

Alles in Bonnies und Nadines Laden wirkt auf mich als Erstkundin einladend, es duftet – nicht aufdringlich, sondern irgendwie wohlfühlig, und die beiden, die auf en ersten Blick ein bisschen aussehen wie eine moderne Version von Barbie (so blond, so schlank, so makellos, so dezent wie perfekt gestylt), wissen als ausgebildete Kosmetikerin und studierte BWLerin ziemlich genau, was sie tun. „Wir halten nix davon, Sachen anzubieten, die wir nicht können. Es gibt viele, die mit Materialien und Geräten rumhantieren und dabei echt Schaden anrichten.“ sagt Bonnie. Hier komme nur Fachwissen an die KundInnen, das sei Ihnen extrem wichtig. Techniken wie hautverletzendes Micro-Needling oder Körperhaarentfernung mit Billig-Lichtimpulsgeräten lehnen sie ab – „Kommt nicht infrage!“, so Bonnie, dafür sei der Hautarzt mit kosmetischer Abteilung die bessere Adresse.

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Vegane Pinsel

Stattdessen arbeiten die zwei ausschließlich mit Bio-Pflegeprodukten, hier sind selbst die Kosmetikpinsel vegan, klärt mich Bonnie auf. Und sie haben sich spezialisiert, auf zum Beispiel das so genannte Microblading, mit dem Augenbrauenhärchen fein und konturiert in die Haut gefärbt werden – ziemlich teurer Spaß das allerdings. Und für mich -im Kindesalter in das Fass mit dem Augenbrauenzaubertrank gefallen- eher uninteressant, da reizt mich als Wimperntuschehasserin schon eher das Lifting der Wimpern – eine Art Dauerwelle für den top Augenaufschlag. Ich denke drüber nach… Natürlich gibt es auch noch das „Lashen“, wobei einem in einer längeren Prozedur künstliche Wimpern einzeln eingearbeitet werden, quasi Extensions für die Augenlidbehaarung…Aber, denke ich, man kann es auch übertreiben…

Problemhaut braucht Hilfe

Doch ich schweife ab. Zurück zur Haut, die zahlreiche verschiedene „Treatments“ ja zu verbessern vorgeben. „Es geht ja nicht nur um Kosmetisches“ sagt Bonnie. „Viele kommen ja auch zu uns mit echten Haut-Problemen, wie Akne oder Neurodermitis“. Und auch viele junge Leute kämen, SchülerInnen und Studierende, für die es natürlich auch extra günstigere Preise gibt. Ansonsten ist ein Besuch bei janviercosmetics nämlich kein Ding für ne kleine Mark – in etwa vergleichbar mit einem Tag in der Sauna, einer guten Massage oder anderweitigem Wellnessprogramm. Und das muss man sich leisten können und wollen. Ich habe es mir jetzt mal geleistet und muss sagen: War nachher zwar noch die Alte, aber mit etwas frischerem Gesichtsausdruck und vor allem dem festen Vorsatz ausgerüstet, künftig etwas liebevoller mit meiner Haut umzugehen – denn wohl fühlte ich mich in ihr schon, nachdem sich die Tür des Beauty-Salons hinter mir schloss.

Text: Judith Levold

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