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Kultur

Das Kinoprogramm im Odeon vom 7.-13. April 2011

Donnerstag, 7. April 2011 | Text: Gastbeitrag | Bild: CM Film

Geschätzte Lesezeit: 7 Minuten

Am 10. April ist Regisseur Carlo Modersohn mit in unserem Südstadtkino dabei, wenn dessen Film „So weit und groß – die Natur des Otto Modersohn“ gezeigt wird. Reinhard Lüke wird den Regisseur zum Interview bitten, das Ihr dan in der kommenden Woche lesen könnt. „Der Name der Leute“ ist eine sehr originelle Liebeskomödie aus Frankreich und ab dem 14. April täglich im Programm des Odeon zu sehen – ich bin schon sehr neugierig. Nach dem Kassenhit „Willkommen bei den Sch’tis“ aus dem Jahr 2008 dürfte nun erneut dieser Film die deutschen Kinos erobern, der in Frankreich schon ein großer Erfolg ist. „Der Name der Leute“ strotzt – ähnlich wie der Kulturschocker aus dem französischen Norden – nur so von politischen Unkorrektheiten.

 


Die verlorene Ehre der Katharina Blum
einmalig – ab 16 Jahren
Sonntag um 11:30 Uhr
Reihe Kölsche Originale: Zu Gast: Clemens Böll (Neffe Heinrich Bölls) und Cornel Wachter im Gespräch über den deutschen Herbst und die Repressalien, die die Familie Böll zu erleiden hatte.
„Heinrich Böll wurde nach der Veröffentlichung seiner Erzählung und auch nach der Verfilmung durch Volker Schlöndorff zum Opfer heftiger journalistischer und politischer Attacken. Anlässlich der Ausstrahlung des Films im ARD-Fernsehen schrieb Enno von Loewenstern am 29. Mai 1978 in der im Springer-Verlag (der auch die im Buch thematisierte Bild herausgibt) erscheinenden Zeitung Die Welt : „Zweifellos hat Böll zur Hoffähigmachung der Bande [Anm.: gemeint war die Baader-Meinhof-Bande, wie die RAF teils genannt wurde] mehr beigetragen als irgend jemand. Und zu ihrer Ermutigung. Sein Buch schildert in der empfehlendsten Weise, wie ein ‚Bild‘-Reporter ermordet wird.“ Auch der spätere Bundespräsident Karl Carstens (CDU) äußerte sich sehr kritisch. Offensichtlich in Unkenntnis wesentlicher Fakten und des Inhalts des Buchs appellierte er an die Deutschen: „Ich fordere die ganze Bevölkerung auf, sich von der Terrortätigkeit zu distanzieren, insbesondere den Dichter Heinrich Böll, der noch vor wenigen Monaten unter dem Pseudonym Katharina Blüm ein Buch geschrieben hat, das eine Rechtfertigung von Gewalt darstellt.“


Kölsche Reihe: Randale und Liebe – OmU
ab 12 Jahren
Freitag um 22:45 Uhr
Die im Odeon Kino um 22:45 gezeigte Dokumentation des Regisseurs Thomas Schmitt, vermittelt ungewohnte Einblicke in die alternative Subkultur Kölns der 80er Jahre. So war das Blue-Shell je nach Konzert von Rockern, Punks und Teds besucht, während das Café d` Or Anlaufpunkt für viele Popper war.


So weit und groß – Die Natur des Otto Modersohn
Preview
Sonntag um 15:00 Uhr   

In Anwesenheit des Regisseurs Carlo Modersohn. So weit und groß erzählt die Lebensgeschichte Otto Modersohns [1865-1943] in einer bisher nicht dagewesenen Konzentration. Der Dokumentarfilm verzichtet vollständig auf moderne Quellen, Ansichten, Kommentare und Materialien. Seiner eindringlichen Bildsprache liegen ausschließlich zeitgenössische Bildmaterialien: Filme, Fotografien, Reproduktionen von Gemälden, Zeichnungen und Schriftdokumente zu Grunde. Die eingesprochenen Texte entstammen Tagebuchaufzeichnungen, Briefen und Texten von Otto Modersohn selbst, Paula Modersohn-Becker und Rainer Maria Rilke. Otto Modersohn versuchte zeitlebens, die Dinge tief zu durchdringen und das Wesentliche an ihnen herauszuarbeiten. So […] enthält dieses Land, die Sprache Otto Modersohns lautet Rilkes berühmte Würdigung aus dem Jahr 1903. Wenn sich der Film So weit und groß nun fast 80 Minuten ausschließlich aus der Sprache und den visuellen Eindrücken dieser Zeit zusammen setzt, kommt er diesem europäischen Land der Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts so nah, wie es keine Ausstellung und kein Buch können.


Das Schmuckstück

3. Woche – ab 6 Jahren
täglich außer Mi. um 18:00 Uhr
täglich um 20:15 Uhr
täglich außer So. und Mi. um 15:45 Uhr
„Frauen an die Macht!“ Francois Ozon hat einen höchst emanzipatorischen Film gedreht, der sich mit großer Leichtigkeit und ohne die sonst übliche Verbissenheit der Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern annimmt. Als die gelangweilte Ehefrau eines Unternehmerpatriarchen ist die wunderbare Catherine Deneuve das Kraftzentrum dieser Geschichte. „Das Schmuckstück“ – in seiner Heimat Frankreich mit bislang über 2,3 Millionen Besuchern ein echter Publikumserfolg. Die Darsteller ließen sich von Ozons Esprit zweifellos anstecken. Gerade die Deneuve reißt mit ihrer unvergleichlichen Präsenz und Ausstrahlung immer noch jede Szene an sich. Selbst wenn ihr Partner Gérard Depardieu heißt, sind alle Augen auf sie gerichtet. Ihre Madame Suzanne ist eine echte Powerfrau, ein organisatorisches Multitalent, gegen das die Männer in diesem Film ziemlich alt aussehen. Dass sie schließlich – zugegeben nicht wirklich freiwillig – in die Politik wechselt, ist sicherlich auch als Kommentar auf die aktuelle, politische Machtverteilung in Europa zu verstehen. Als chauvinistisches Ekelpaket und menschliches HB-Männchen dürfte indes Deneuves Film-Ehemann Fabrice Lucchini die meisten Lacher ernten.


Almanya – Willkommen in Deutschland
5. Woche – ab 6 Jahren
täglich um 16:15 & 21:00 Uhr
Freitag bis Samstag um 23:00 Uhr
Das Schicksal der türkischen Einwandererfamilie Yilmaz samt absurden Verwicklungen und kulturellen Differenzen steht im Mittelpunkt der warmherzigen Cultur-Clash Komödie „Almanya – Willkommen in Deutschland“. Das vier Jahrzehnte umspannende Generationenepos beeindruckt durch seinen sensibel authentischen Blick auf die Welt zwischen Okzident und Orient. Stilsicher bieten die Samdereli-Schwestern mit ihrem beschwingten Spielfilmdebüt unterhaltsames Gefühlskino, das humorvoll Brücken zwischen den Kulturen schlägt. Die feine Balance zwischen Tradition und Moderne gelingt den beiden nicht zuletzt aufgrund eigener liebevoller Erinnerungen an persönliche Erlebnisse aus ihrer Herkunftsfamilie. Deutschland, Anfang der 70er Jahre. „Eine Riesenratte, hier gibt’s Riesenratten“, schreit der kleine Muhamed (Kaan Aydogdu) entsetzt mit Blick aus dem Autofenster. Draußen auf dem Gehsteig führt ein deutscher Mann stolz seinen Dackel spazieren. Für den 8jährigen Jungen, den sein Vater Hüseyin Yilmaz (Fahri Yardim) gerade frisch aus der Türkei nach Alemanya holte, eine Begegnung der seltsamen Art. Auch Mutter Fatma (Demet Gül) macht merkwürdige Erfahrungen in diesem fremden, grauen Land. „Muhh“, blökt der deutsche Lebensmittelhändler freudestrahlend, nachdem sie ihm in Zeichensprache klarmacht, dass sie gerne eine Flasche Milch hätte.
Vierzig Jahre später ist Deutschland längst zur Heimat der Familie Yilmaz geworden. Ihr sechsjähriger Enkel Cenk (Rafael Koussouris) stellt sich als Sohn einer Deutschen (Petra Schmidt-Schaller) und eines Türken (Denis Moschitto) allerdings in der Schule plötzlich die Frage nach seiner Identität. Grund: Bei einem Fußballspiel wählen ihn seine Kameraden weder in die deutsche noch in die türkische Mannschaft. „Wir sind jetzt Deutsche“, verkündet Großmutter Fatma (Lilay Huser) dagegen ihren Kindern und Kindeskindern überraschend bei einer Familienfeier. Großvater Hüseyin freilich verblüfft seinen Clan noch viel mehr. Er hat in der Türkei ein Haus gekauft und will in den Ferien mit allen in die alte Heimat fahren.


Das Labyrinth der Wörter
10. Woche – ab 6 Jahren
Sonntag um 12:00 Uhr
Mittwoch um 16:30 Uhr
Gérard Depardieu ist das Aushängeschild des französischen Films. Sein Part in dieser kleinen, heiter-melancholischen Produktion ist die des uneingeschränkten Sympathieträgers. Depardieus Germain hat bislang nicht viel Glück im Leben gehabt und doch ist er keineswegs missmutig oder verbittert. Er erscheint vielmehr wie der Prototyp des sanften, tollpatschigen Riesen, dessen gutes Herz auf seine Umwelt ausstrahlt und das ihn bei allem, was er erlebt, niemals im Stich lässt. Germains Leben spielt sich vornehmlich zwischen Gelegenheitsjobs, seinem Stammlokal und einem zu seinem Zuhause umfunktionierten alten Wohnwagen hat. Im Haus nebenan lebt seine alte Mutter (Claire Maurier), um die er sich nach wie vor kümmert. Eines Tages begegnet er im Park einer 90-jährigen, sehr zierlichen und eleganten Dame. Margueritte (Gisèle Casadesus) liebt es so sehr wie er, die Tauben zu beobachten. Und sie liebt die Literatur. Germain hingegen besitzt kein einziges Buch. Er ist praktisch Analphabet, was seiner Neugier jedoch keinen Abbruch tut. Als sie ihm einige Passagen aus Albert Camus’ „Die Pest“ vorliest, schließt er plötzlich die Augen, um jedes ihrer Worte ganz genau nachempfinden zu können. Für Germain und Margueritte beginnt mit diesem stillen Moment eine wunderbare, tiefe Freundschaft.

 


Das Lied in mir

9. Woche – ab 12 Jahren
Sonntag um 14:15 Uhr
Mittwoch um 18:15 Uhr
Die junge Deutsche Maria (Jessica Schwarz) hört bei einer Zwischenlandung in Buenos Aires ein spanisches Kinderlied und bricht zusammen. Maria hat nie Spanisch gelernt und erkennt doch das Lied. Fast 30 Jahre hat ein Lied in Maria geschlafen, das nicht in den Teil von Marias Leben passt, an den sie sich erinnert.
Als Marias Vater Anton (Michael Gwisdek) davon erfährt, dass Maria sich an ein spanisches Lied erinnert, reist er sofort zu ihr nach Argentinien. Instinktiv will er seine Tochter vor der Vergangenheit beschützen. Als sich Vater und Tochter in Buenos Aires gegenüberstehen muss Anton erkennen, dass er noch nie so nah daran war seine Tochter für immer zu verlieren. Maria ringt mit Anton um eine gefährliche Wahrheit und Anton ringt mit der Vergangenheit um seine Tochter.
Jessica Schwarz und Michael Gwisdek in einer ihrer besten Rollen.


Die Tigerentenbande
2. Woche     
Sonntag um 13:30 Uhr
Wie ein Geburtstagsgeschenk an den weltbekannten Kinderbuchautoren Janosch, aus dessen Figurenschatz die Regisseurin schöpft, wirkt das unbeschwerte Kinderabenteuer. Am 11. März, einen Tag, nachdem die Filmadaption der gleichnamigen Fernsehserie im Kino anläuft, wird der geistige Vater von Tigerente, Bär und Kleiner Tiger achtzig Jahre alt. Probosts Liebe zum Original verraten die detaillierten Zeichnungen. Aus verborgenen Wortspielen spricht die sanfte Ironie der Erzähler-Stimme des Autors. Besonders die Grundschüler im Publikum können auf den Schildern und Aufschriften in der kunterbunten Szenerie auf humorvolle Entdeckungsreise nach Silbendrehern und Ulknamen gehen. „Wenn du Freunde hast, brauchst du dich vor nichts zu fürchten“, so heißt es vom Schöpfer der Tigerente persönlich. Die Worte Janoschs sind der tragende Grundsatz, der die kindgerechte Natürlichkeit der Handlung untermauert.

 


The King’s Speech – OmU
8. Woche – ab 6 Jahren
Donnerstag bis Mittwoch um 18:30 Uhr
Samstag um 22:15 Uhr
Ausgezeichnet mit 4 Oscars!
Tom Hoopers „The King’s Speech“ ist ein klassischer Oscar-Film: Ein historisches Setting, eine Hauptfigur – noch dazu ein zukünftiger König –, der eine körperliche Einschränkung überwindet und in einem anrührenden Finale der Welt zeigt, was er kann. Dazu exzellent gemacht und getragen von einem brillanten Colin Firth, der  ein paar Tage nach Filmstart den Oscar für seine Leistung bekommen hat. Als Sohn des britischen Königs George V. gehört es zu Berties (Colin Firth) Pflichten, öffentlich zu sprechen. Für den zurückhaltend-besonnenen Mann eine Qual, denn seit seiner Jugend leidet er an einem schweren Stottern. Kein Arzt und kein Psychologe kann ihm helfen, weshalb sich Berties liebevoll sorgende Ehefrau Elizabeth (Helene Bonham Carter) an den exzentrischen Sprachtherapeuten Lionel Logue (Geoffrey Rush) wendet. Mit seinem forschen Auftreten und den unkonventionellen Behandlungsmethoden stößt er seinen adligen Patienten zunächst vor den Kopf. Bald aber zeigen sich erste Erfolge. Nach dem Tod seines Vaters und der Abdankung seines Bruders Edward VIII. (Guy Pearce) wegen dessen Liebe zur geschiedenen Bürgerlichen Wallis Simpson wird Bertie unter dem Namen George VI. 1936 unerwartet zu Englands neuem König. Öffentliche Auftritte und Radioansprachen lassen sich fortan noch weniger umgehen als zuvor, und nicht zuletzt der drohende Krieg erhöht den Druck auf den schüchternen Regenten. Die Zusammenarbeit und wachsende Freundschaft mit Logue hilft Bertie dabei erheblich. Doch kurz vor der offiziellen Krönung stellt eine unerwartete Enthüllung das gegenseitige Vertrauen und damit auch Berties Kampf gegen das Stottern auf die Probe.
 

Text: Gastbeitrag

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