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Gesellschaft

Draußen tanzen: Nia im Volksgarten

Freitag, 29. Mai 2020 | Text: Bettina Brucker | Bild: Bettina Brucker

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Dienstagabend, 18 Uhr, Sonne und angenehme 21 Grad. Auf den Wiesen und Spielplätzen im Volksgarten sind noch viele Menschen. Am Rand des Parks in der Nähe des alten Forts ist es dagegen – wie fast den ganzen Tag – ruhig. Hier ist das Vogelkonzert in seiner ganzen Klangfülle zu hören.

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Wo der Weg ansteigt, mischt sich auf einmal Musik unter das Vogelgezwitscher. Ab und zu ist ein „Hach“, „Jaaaa“, „Ztschk“ zu hören. Beim Blick über den Zaun in den Graben des Forts tauchen farbenfrohe, ausgelassen tanzende Menschen auf. Sie wiegen sich zur Musik und verschmelzen so fast mit der sanften Bewegung der Bäume im Wind.

Orientalische Klänge im Volksgarten

„Fühl den Boden unter dir“, „Schau deinen Händen nach“, „Sei stolz, wie ein Schauspielerin oder ungestüm wie ein Kind, werde kraftvoll und exakt in deiner Bewegungsausführung“. Die Anweisungen, mit denen Nia-Lehrerin Natalie Petrone-Somarriello die Choreografie vermittelt, motiviert die Frauen immer wieder neue Bewegungen und Tanzschritte auszuführen. Anleiten und freier Tanz wechseln sich ab. Die Musik ist fröhlich und leicht, mal sanft und dann wieder wild. Orientalische Klänge wechseln sich mit Beat- und Reggae-Rhythmen ab. Die Frauen tanzen hüftschwingend, kopfwiegend, Arme schleudernd. Eine junge Radfahrerin, die plötzlich durch die Gruppe hindurchradelt, scheint für einen kurzen Moment zum tänzerischen Bild dazuzugehören. Und dann ist sie auch schon wieder verschwunden.

Im Volksgarten: Guter Rahmen fürs Nia-Tanzen

Das Besondere am Graben im Volksgarten: Zwischen dem alten Gemäuer tanzt es sich geschützt. Nur selten guckt ein Spaziergänger von oben über den Zaun in die Tiefe. Unten ist die Musik laut und gut zu hören. Nach oben verliert sie sich jedoch und stört damit weder die Vogelwelt noch andere Volksgartenbesucher.

Ein leises Lächeln auf jedem Gesicht

Das nächste Musikstück erinnert an Breakdance. Natalie greift mit abgehackten, eckigen Bewegungsimpulsen den Rhythmus auf, setzt sie in Bewegung um. Nach und nach scheinen sich vor der efeubehangenen Backsteinwand Roboter zum Tanz eingefunden zu haben. Aus den eckigen Armbewegungen in die Luft oder Richtung Boden werden nach und nach kraftvolle Kicks, wie man sie aus dem Kampfsport kennt. „Hhhhaa.“ „Ztschk.“ Die fokussierte Energie entlädt sich auch durch Töne. Die Vögel in den Bäumen lassen sich dadurch nicht stören. Als die Musik sanfter und ruhiger wird, mischt sich der Vogelgesang wieder hörbar dazwischen. Und dann ist es da: Ein Lächeln auf jedem Gesicht. Der Gesichtsausdruck der Tänzerinnen ist weich und entspannt. Es scheint, als seien der Stress des Tages, die Sorgen und Ängste der vergangenen Woche für den Augenblick vergessen. Eine letzte Sequenz am Boden und dann geht jede ihre eigenen Schritte aus der Nia-Stunde heraus.

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Tanzen im Freien fühlt sich gut an

14 TeilnehmerInnen waren heute gekommen, um draußen Nia zu tanzen. „Magisch ist dieser Ort. Ein Kraftort“, sagt Natascha am Ende der Stunde. Sie lacht und ergänzt: „Ich war früher ein Sportmuffel. Seitdem ich Nia entdeckt habe, raffe ich mich gerne und regelmäßig auf.“ „Das ist echt toll. Man ist draußen und die Wand hinter einem fühlt sich gut an hier draußen. Die bietet Schutz“, meinen Stephanie und Petra, die extra aus dem Kölner Norden „angereist“ sind. Manche der Teilnehmerinnen sind schon jahrelang dabei. Normalerweise im Tanzsaal im Stollwerk. Dort könnte aktuell aber nur mit zwei oder drei Personen getanzt werden. Aber die meisten wollen zurzeit sowieso nicht in einem geschlossen Raum in einer Gruppe tanzen. Da passt es für alle prima, dass Natalie in der Corona-Zeit nicht nur auf Zoom-Kurse für zu Hause umgeschwenkt ist, sondern auch regelmäßig Nia im Volkgarten anbietet.

Tanzen im Freien tut gu!

Auch Natalie selbst genießt den Tanz im Gras unter den großen alten Bäumen und dem sommerlichen Himmel. „When your body moves, your mind grows“, sagt sie lachend. Den Körper bewegen, damit der Geist wächst. Das scheint im Freien – gerade während der Corona-Pandemie und sicherlich auch darüber hinaus – besonders gut zu gehen.

Was ist Nia? Nia wurde in den 1980er von Debbie Rosas Stewart und Carlos Aya Rosas entwickelt. Es ist ein ganzheitliches Bewegungskonzept. Die drei Buchstaben NIA stehen für N = neuromuskuläre, I = integrative und A = Action. Nia ist eine Mischung aus östlichen und westlichen Tanzformen, Kampfkünsten und Körpertherapien, u. a. mit Elementen aus dem Jazzdance, aus Tai Chi, Tae Kwon Do, Yoga und der Alexander-Technik. Bei Nia werden einerseits Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination trainiert, und andererseits Geist und Gefühle angesprochen. Nia wird barfuß getanzt und ist für jedes Alter geeignet, da die Bewegungen immer in drei Schwierigkeitsstufen unterrichtet werden.

Text: Bettina Brucker

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