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Raum für Workshops & Ausstellungen in der kölner Südstadt anmieten

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Umwelt

Kölscher Pionierpark – ein weites Feld.

Freitag, 23. September 2022 | Text: Judith Levold | Bild: Judith Levold

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Die Sonne schien wunderbar und wer wollte, konnte den Blick schweifen lassen: Mein Nachmittag bei der Eröffnung des städtischen Pionierparks.

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Ins Plangebiet der Parkstadt-Süd hatte die Stadt Köln alle Kölner*innen und die Presse geladen. Dahin, wo künftig der Innere Grüngürtel weiter nach Osten bis zum Rhein vollendet wird. Zwischen Bonner- und Vorgebirgsstraße, parallel zum Bahndamm, will die Stadt ihren Anfang eines Stücks neuen Grüngürtels feiern. Mit Reden von Landschaftsplaner, Baudezernent und Gründflächenamtsleiter, mit Musik am späten Nachmittag und Besucher*innen. Die kamen – in Spitzen immer so um die hundert – nach und nach mit Rädern, mit Kindern, zu Fuß schlendernd und mit Interesse. Die Stadt-Landschaft hier ändert sich jetzt nämlich wahrnehmbarer. Und mal nicht nur mit Abriss, sondern mit Entstehung.

Ganz junge Lärche im so genannten Pionierpark – einem Stück des neuen Grüngürtels.

Künftigen Park schon mal spüren

Spazieren konnte man, auf der Sportfläche Ball spielen oder einen Rundgang zu den vier Info-Pavillons unternehmen. Gut, so richtig derbe nach Park sieht es noch nicht aus, ein paar halbstarke Lärchlein, frisch eingesäter zarter Rasen, kleine Obstbäume für eine zukünftige Streuobstwiese. Aber auch eine Wildblumenwiese. Deren Farbenpracht man sich für den kommenden Frühling allerdings erstmal nur vorstellen kann – der Sommer ist halt ´rum. Ein Eidechsenbiotop gibt’s außerdem. Und breite Wege mit Bänken dann und wann, durch das weite grüne Feld. Aber schon schön gucken kann man bis auf die Bonner Straße, in der Achse der ehemaligen langen Halle auf dem Großmarktgelände bis aufs Bonntor-Center, über das der Grüngürtel östlich der Bonnerstraße hinweggeplant ist. Und, was mir gefällt: Ich kann mal autofrei richtig in die Pedale treten oder von den raren Schattenplätzen am Bischofsweg aus die Sicht genießen. Annähernd spüren, was hier in den kommenden zehn Jahren entstehen wird.

Infowand von Neuland am Pavillon Innerer Grüngürtel

Wir sind mit ein paar Mitgliedern des NeuLand-Gemeinschaftsgartens Teil des Infopavillons „Innerer Grüngürtel“. Denn wir werden bald essbarer Teil des Inneren Grüngürtels sein. Zusammen mit den Pavillons „Parkstadt Süd“, „Pionierpark“, und „Sport- und Spiel im Planungsgebiet“ wirkt der Stand über das endlos riesige Gelände verstreut. Na klar haben wir ein Stück NeuLand-Garten mitgebracht: Duftende Kräutersträuße, NeuLand-Bienenhonig und NeuLand-Eier. Aber auch Großplakate, die den aktuellen Planungsstand unserer Community abbilden, denn unser Garten zieht ja um, auf eine Fläche des künftigen Grüngürtels.

NeuLand hat den Garten mitgebracht.

NeuLand-Tisch im Infopavillon

Besucher*innen bleiben am Infostand stehen, schauen sich Pläne an, fragen und diskutieren.

Viele Besucher*innen bleiben stehen, fragen nach, diskutieren über Planung, Zeiträume, Fortgang und Ergebnisse in der Arbeit am bedeutsamen neuen Groß-Park. Zahlreiche Mitarbeiter*innen der städtischen Ämter tauschen sich mit den Bürger*innen aus. Oft zu hören war der Wunsch, man möge doch schnellstens diesen Pionier-Park mit Durchwegung zur Bonner Straße hin verbinden – denn so einfach by the Way dürfte kaum jemand am Bischofsweg vorbei spazieren und den Park gezielt aufsuchen. Doch das bringt aus städtischer Sicht Probleme für die Verkehrssicherung: Die an einen möglichen Weg angrenzenden Flächen seien eben noch Baustellen und müssten gesichert bleiben.

Unglückliche Namensgebung

Am Wegesrand, vor dem Pavillon Sport und Spiel: „Warum Pionierpark, das ist doch ein besetzter Begriff“, merkt ein älteres Paar gegenüber der Koordinatorin Großprojekte des Baudezernenten an. Ja, ok, wegen der Pioniere in der DDR denke ich, und sage das auch. „Ja, Ernst Thälmann und so“, spricht der Herr weiter. „Aber der Begriff Pionier kommt doch woanders her, den gibts doch viel länger, also im Sinne von Starter, Wegbereiter. So wie die Pionierpflanze, die zuerst da ist…“, versuche ich es. „Ja, aber der Begriff Pionier-Park ausdrücklich ist vergeben, also die Älteren finden das eine unglückliche Wahl.“ Die städtische Mitarbeiterin bedankt sich für den Hinweis, teilt aber trocken ihre Befürchtung mit, „dieses Ei“ sei wohl jetzt schon gelegt.

Mitarbeiterin der Stadt im Gespräch mit Besucher*innen

Ich fahre ein bisschen mit dem Rad von Pavillon zu Pavillon, unser Stand, vor dem sich immer wieder Gruppen von Leuten sammeln, ist ja gut besetzt. Ganz verschiedene Mitglieder unseres Gemeinschaftsgartens sind heute am Start und erzählen, erklären, erfahren. Abseits auf einer Bank sitzen fünf der Auszubildenden, die diesen zarten Aufschlag eines Parks gebaut haben. Im Februar letzten Jahres haben sie damit angefangen.

Die Fläche für den Pionierpark im Februar 2021 (Bild: Lisa Herold)

„Das war schon groß, da standen wir dann und hatten dieses sehr große Gelände vor uns. Mit Schutthaufen, Bahngleisen teilweise noch und so“, erzählt Lisa Herold, Azubi im 3. Lehrjahr. „Da haben wir erstmal geräumt, gerodet, Unrat entsorgt. Und hier“, zeigt sie, „haben wir angefangen, der Weg war das Erste, das wir gebaut haben.“

Lisa Herold, Auszubildende beim Grünflächenamt der Stadt, hat all´das hier mitgebaut – diesen Weg als Erstes.

Ob das Spaß gemacht habe, frage ich sie. „Ja, schon. Natürlich ist das erstmal ein bisschen monoton, so diese Riesen Fläche vor Augen. Aber man weiß ja, was daraus werden wird, und das ist dann schon cool.“ Dabei sein, wenn ein Projekt von vor hundert Jahren vollendet und hoffentlich ins Jetzt übersetzt wird – ein bisschen merkt man ihr ein kleines bisschen Stolz an.

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Mit zehn Auszubildenden, ein paar Gesellen und Vorarbeitern hätten sie daran anderthalb Jahre gearbeitet. „Natürlich war die Abteilung Wegebau auch mit dabei“, erklärt mir Lisa. Die hätten die oberen beiden Schichten der Parkwege auf den Untergrund des Grünflächenteams gebaut. Auch das Eidechsenbiotop zeigt mir Lisa. Natürlich sehen wir keine Eidechse, die verstecken sich wohl in ihren Steinhaufen, die die jungen Menschen ihnen gebaut haben. Und weiter bauen werden. Denn jetzt gilt es, die Grundstücke bis zur Bonner Straße hin auf der einen, und die Richtung Eifelwall auf der anderen Seite als Park zu planen in den nächsten drei Jahren und danach auch: zu bauen. Bis der neue Innere Grüngürtel die Bonner Straße zum Rhein hin überspringt, werden also mindestens noch fünf bis sechs Jahre ins Land gehen. Ein weites Feld.

Text: Judith Levold

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