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Kultur

Das Kinoprogramm im Odeon vom 24.-30.11.2011

Sonntag, 27. November 2011 | Text: Gastbeitrag | Bild: Delphi Filmverleih

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Wer Fan von Sean Penn ist, muss sich unbedingt „Cheyenne – This Must Be the Place“ ansehen. Wer den Schauspieler nicht mag, muss sich den Film trotzdem ansehen. Wer es nicht tut, ist selber schuld. In dem Road-Movie „Cheyenne – This must be the place“ liefert der zweifache Oscarpreisträger ein schauspielerisches Bravourstück. Der Film handelt von dem wohlhabenden, alternden Rockstar Cheyenne, der sich zur Ruhe gesetzt hat, was ihn allerdings sehr langweilt. Er erfährt nach dem Tode seines Vaters, dass dieser im KZ Auschwitz einen Peiniger namens Alois Lange hatte, der nach dem Zweiten Weltkrieg in den USA untergetaucht ist. Im weiteren Verlauf des Filmes macht sich Cheyenne auf die Suche nach Alois, um ihn zur Rede zu stellen. Neu angelaufen ist der Film von Roman Polanski „Der Gott des Gemetzels“ mit Jodie Foster, Kata Winslet, John C. Reilly und Christoph Waltz. Die anderen Gründe, den Weg ins ODEON zu suchen, lest Ihr nachfolgend.

 

Der Gott des Gemetzels
1. Woche – ab 12 Jahren
    •    tägl 17:00 Uh, außer Mi.
    •    tägl. um 18:45 Uhr
    •    tägl. um 20:30 Uhr
    •    Sonntag auch um 15:15 Uhr
Hinter dem wunderbar ironischen Titel „Gott des Gemetzels“ verbirgt sich eine herrliche Gesellschaftskomödie. Roman Polanskis Kammer-Quartett mit zwei New Yorker Elternpaaren, die zivilisiert die Prügelei ihrer Söhne klären wollen, war bei der Weltpremiere in Venedig ein sehr unterhaltsamer Lacherfolg, noch bevor bei fortschreitender Entwicklung unter Alkoholeinfluss die letzten Masken fielen. Christoph Waltz spielt mit wenig zurückhaltender Ironie seiner aalglatten Anwaltsfigur tatsächlich etablierte Weltstars wie Jodie Foster, Kate Winslet und John C. Reilly an die fein dekorierte Wand.

Die Mühle und das Kreuz
1. Woche – ab 12 Jahren
    •    Donnerstag um 18:00 Uhr
    •    Freitag bis Dienstag um 19:15 Uhr
    •    Mittwoch um 17:00 Uhr
Das Bild lebt: Regisseur Lech Majewski setzt in »Die Mühle & das Kreuz« betörende Kompositionen in Szene und erzählt von der Entstehung des Gemäldes
»Die Kreuztragung Christi« von Pieter Bruegel dem Älteren. Ein Film über ein Gemälde aus dem 16. Jahrhundert – was sich anhört wie ein eher langatmiges Projekt, wurde in den Händen des polnischen Regisseurs und Videokünstlers Lech Majewski zu einem der faszinierendsten Filme des Jahres. In „Die Mühle & Das Kreuz“ betritt der Zuschauer gleichzeitig die Welt des belgischen Malers Pieter Bruegel und das von ihm gemalte Bild „Die Kreuztragung Christi.“ Das Ergebnis ist ein enorm reicher, gelehrter, visuell umwerfender Film.

Wandlungen – Richard Wilhelm und das I-GING
2. Woche – ab 12 Jahren
    •    Donnerstag um 16:15 Uhr
    •    Freitag bis Mittwoch um 17:30 Uhr
Richard Wilhelm (1873-1930) gilt als der Marco Polo der geistigen Welt Chinas. Wandlungen ist ein Dokumentarfilm über das Leben und die Lebensleistung des bedeutendsten Vermittlers klassischer chinesischer Kultur nach Europa.

Als junger Missionar kam Richard Wilhelm 1899 nach China, das damals von den Kolonialmächten ausgebeutet wurde. Er erlebte dort Revolten gegen Ausländer, das Ende der Kaiser-Dynastien und den ersten Weltkrieg. In diesen Zeiten turbulenter Umbrüche war er unermüdlich auf der Suche nach der tiefsten Wahrheit, die den Menschen hilft, mit dem Wandel umzugehen und befähigt, das eigene Leben zu gestalten. Richard Wilhelm taufte keinen einzigen Chinesen, sondern vollbrachte eine der größten Übersetzungs-Leistungen des 20. Jahrhunderts: KONFUZIUS, LAOTSE die wichtigsten Texte des Daoismus und vor allem das I GING, DAS BUCH DER WANDLUNGEN. Das Buch diente auch vielen Lesern im Westen als Inspiration. Wilhelm ist bis heute einer der bedeutendsten Vermittler chinesischer Kultur in Europa.

Cheyenne – This Must Be the Place
3. Woche – ab 12 Jahren
    •    Donnerstag um 22:00 Uhr
    •    Freitag bis Dienstag um 21:00 Uhr
    •    Sonntag um 15:30 Uhr
In dem vielschichtig, sperrigen Road-Movie „This must be the place“ liefert der zweifache Oscarpreisträger Sean Penn ein schauspielerisches Bravourstück. Als alternder, depressiver Rockstar auf Nazi-Jagd verkörpert der 50jährige Rebell des amerikanischen Kinos die Verlorenheit des melancholischen Drifters samt Selbstfindungstrip perfekt. Das Trauma des Holocaust kollidiert mit dem gebrochenen Mythos Amerikas. Stilistisch weckt Regisseur Paolo Sorrentinos („Il divo“) komplexes Drama bruchstückhaft Erinnerungen an Wim Wenders magisches Meisterwerk „Paris Texas“.

Die Haut in der ich wohne
6. Woche – ab 12 Jahren
    •    Samstag um 22:15 Uhr
    •    Mittwoch um 19:00 Uhr
Es gibt nicht viele Regisseure, denen man so blind vertrauen kann. Die gleichsam eine lebenslange Garantie für Qualität auf der Leinwand bieten und zudem bei jedem neuen Werk einen Trumpf im Ärmel haben. In seinem 18ten Film wagt Spaniens Erfolgsregisseur Pedro Almodovar einen Ausflug ins Horror-Genre. Erstmals seit „Fessle mich“ von 1990 hat der Mann aus La Mancha seine Entdeckung Antonio Banderas wieder mit an Bord. Der gibt den schönen Schönheitschirurgen Roberto, dessen Frau bei einem Autounfall schwer verletzt wurde. Mit diesem Schicksal will sich der Arzt nicht abfinden, fortan spielt er Gott und Rächer. Ein trauriger Frankenstein schafft ein hübsches Monster – mehr darf kaum verraten werden, um den Genuss an den grandios wahnwitzigen Wendungen dieser famos inszenierten Geschichte nicht zu schmälern. Mehr Staunen über eine Story ist kaum möglich.

Gerhard Richter Painting
13. Woche – ab 12 Jahren
    •    Sonntag um 13:30 Uhr
Lange Jahre lehnte Gerhard Richter, einer der berühmtesten Künstler der Gegenwart, die zahlreichen Anfragen für Filmprojekte ab. Der Dokumentarfilmerin Corinna Belz gelang es, ihn vor die Kamera zu bekommen und Richter bei der Arbeit zu beobachten. Nicht nur in diesen Momenten ist „Gerhard Richter Painting“ ein faszinierender Film.

Nachtmeerfahrten – C.G. Jung
5. Woche – ab 6 Jahren
    •    Sonntag um 14:00 Uhr
Der 1961 verstorbene, Schweizer Tiefenpsychologe und Psychiater Carl Gustav Jung stützte seine wegweisende wissenschaftliche Arbeit unter anderem auf ein urtypisches Schema im menschlichen Unbewussten. Darin geht ein symbolischer Ablauf vor sich, in dem der Protagonist nachts in einem Ozean versinkt. Er sieht sich den eigenen Dämonen gegenüber, ringt mit ihnen und taucht morgens neugeboren wieder auf. Bei dieser Reise entspricht dem Ozean das Unbewusste, das Jung zufolge im Traumzustand zugänglich wird.
Doku über die Gedankenwelt des Psychoanalytikers C. G. Jung anlässlich seines 50. Todestags und parallel zum Kinostart von David Cronenbergs Drama „Eine dunkle Begierde“, das die Beziehung Freuds und Jungs beschreibt. Regisseur Rüdiger Sünner, von dem unter anderem auch ein Werk über Rudolf Steiner stammt, analysiert hier den spirituellen wie mythologischen Ansatz des Schaffens Jungs, der mit Freud befreundet war bevor er sich von dessen Theorien distanzierte. Zur Sache äußert sich unter anderem Eugen Drewermann.

Over your cities gras will grow
2. Woche – ab 6 Jahren
    •    Mittwoch um 15:45 Uhr
Weniger klassische Dokumentation als behutsame Annäherung an das Werk Anselm Kiefers ist dieser brillante Film von Sophie Fiennes. Kaum Worte werden gebraucht, allein die Bilder sprechen über Werk und Arbeitsmethode Kiefers und ermöglichen dem aufmerksamen Betrachter in ein faszinierendes Oeuvre einzutauchen.
Anfang der 90er Jahre verließ Anselm Kiefer Deutschland und zog in den Süden Frankreichs. In der Nähe des kleinen Städtchens Barjac bezog er die ehemalige Seidenfabrik La Ribaute, die er in den folgenden Jahren zu einem gigantischen Gesamtkunstwerk umbaute. Türme, Brücken, Tunnel, ein Amphitheater entstanden, Glas, Blei, Asche, Beton verarbeitete der Künstler in immer neuen Variationen. Bevor Kiefer 2008 dieses Areal verließ und in Paris eine neue Phase seines Schaffens begann, ermöglichte er der britischen Dokumentarfilmregisseurin Sophie Fiennes auf dem Gelände zu drehen. Das Ergebnis ist dieser eindrucksvolle Film, der die oft problematischen Konventionen der Künstlerbiographie ignoriert und einen ganz eigenen Weg findet, sich dem Werk und Denken Kiefers zu nähern.
 

Text: Gastbeitrag

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